So gut wie niemand hatte sie vorher gesehen: die RF-8!

Die RF-8 wurde als Militär-Trainer Ende der Siebziger Jahren konzipiert, u.a. für die Bundeswehr, aber die Geschichte hat sich anders entwickelt als gedacht und erhofft.

Es blieb bei einem Prototyp, welcher nach etlichen erfolgreichen Erprobungsflügen im Herstellerwerk Indre-Aviation eingemottet wurde. Die F-WSOY wurde 1973 auf dem Salon du Bourget vorgestellt.
Die RF-8 war eine etwas kleinere RF5 in Metallbauweise, mit 12,50 m  Spannweite ,sehr stabil gebaut, weil die französische Behörde die Bauvorschift für Flugzeuge über 5,7 Tonnen verlangt hatte..  Dafür wurde sie  mit  600 kg  Leergewicht schwerer als geplant und der 115 PS Lycoming   erwies sich  als etwas zu schwach. Die Flugeigenschaften waren ähnlich wie die der RF4, das heißt, einfach wunderschön zu fliegen.

Indre-Aviation gehört heute zur Airbusgruppe. Der neue Geschäftsführer hatte sich bereit erklärt, die Maschine dem Museum in Angers zu stiften. Anlässlich der Jahresversammlung des CFI Frankreich am 24. Januar 2015 wurde die RF-8 dann dem Publikum vorgestellt. Auch die damaligen Testpiloten waren anwesend, um René Fournier – welcher bald seinen 94. Geburtstag feiert und immer noch munter ist – zu gratulieren. Die detaillierte Geschichte der RF8 kann in seinem Buch „Mon Rève et mes Combats“ nachgelesen werden.

Die RF8 war mit einem Original Fouga – Magister Steuerknüppel ausgestattet, welcher leider mit der Zeit verschwand. Also falls jemand einen Fouga Knüppel hat und weiß nicht, was er damit machen soll: Er könnte ihn an das Museum in Angers spenden.

Musée Aviation Angers

Patrick