Flugbericht Irland 2016

Die Teilnahme der deutschen Teilnehmer stand von Anfang an unter keinem guten Stern…
Berufliche Gründe, Technische Mängel, Wetter, und auch eine kaputte  Haube Crash machten den Deutschen die Teilnahme an der Tour größtenteils einen Strich durch die Planung…

Nach Anmeldung anfänglich von 11 Teilnehmern aus Deutschland machten sich zum Tour Start letztendlich nur insgesamt 3 Teilnehmer auf den Weg:

Patrick(RF5) und Sabine (RF4) flogen wetterbedingt  erst am Sonntag los  nach Abbeville /F, um dort auf die Italiener und Franzosen zu stoßen, kamen aber zu spät an und verpasste den Anschluss

Ich hingegen hatte die direkte Linie gewählt: Bei doch sehr diesigem Wetter in max.1000ft und  „poor Visibility“ ging es Samstagmittag von meiner Basis EDXI nach Texel EHTX (1,5h). Während die Nordfriesischen Inseln alle in X-Ray Bedingungen waren, hatte Texel so gerade 1100ft Ceiling, um angeflogen werden zu können. Man begrüßte mich dort sehr respektvoll, man hatte wohl meinen Flugplan gesehen und klopfte mir anerkennend auf die Schulter: („long trip…, take care…“) was mir aber nicht so viel Mut machte…

Wie es oft so ist, 3min westlich Texel löste sich alles in Wohlgefallen auf, in strahlendem Sonnenschein ging es über die Nordsee, auch UK war noch sonnig, aber schon die Berge von Wales mussten umflogen werden: die Wolken kamen tiefer… und schließlich verlor ich Kontakt zum London FIS Radar-Service. Hinaus ging es auf die Irish Sea, unter einer sehr tiefen Wolkendecke  aber immer mit dem sonnigen Horizont über dem Meer… Nach 3,5 h landete ich hochzufrieden im Sonnenschein in New Castle (EINC) wo bereits London FIS meinen Verbleib angefragt hatte.

Am Sonntag stand die Airshow in Bray/Dublin auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein wurden von bestimmt 100.000 Iren u.a. die Red Arrows, eine Spitfighter Formation, Eurofighter, etc. bewundert. Ein Waldbrand direkt bei der Veranstaltung, wohl von übereifrigen Grillfans erzeugt, konnte die Stimmung nicht kippen und wurde einfach ignoriert…

Noch am Abend nach der Show ging es per Bus zurück nach Newcastle, und bei ca. 20 knots Seitenwind dann endlich Richtung Athboy (EIMH), um dort auf Mike’s Gruppe zu treffen. Aber am Funk meldete sich anfänglich niemand, und schon im Downwind war mir klar, dass ich am heutigen Tag keinen der Gruppe mehr sehen würde…dafür begrüßten mich die Flugplatzbesitzer Bernhard und Margret auf das herzlichste, zeigten mir alles und luden mich auf das erste Guinness seit min 30 Jahren ein….

Wie sich später herausstellte, war der Aufbruch der Gruppe in Abbeville vom schlechten Wetter geprägt…erst Sonntagabend machte sich die Gruppe Richtung Popham auf und am Montagabend traf man sich dann endlich in Athboy auf ein schönes Wiedersehen mit Mike, Sylvain und Fausto sowie allen anderen Teilnehmern.

Der Dienstag versprach kein gutes Wetter, darum stand ein Besuch von Dublin per Bus an, mit viel Zeit zum eigenen Sightseeing oder Shopping, um sich vor Abfahrt des Busses zum einem gemeinsamen Bier in einem der vielen gemütlichen Pubs zu treffen…

Am Mittwoch klarte dann das Wetter endlich auf…. Mike führte uns entlang der Westküste nach Sligo (EISG) zum Tanken, dann zur Insel Inishmaan (EIIR) wo die RF7 sich einen Outrigger brach, und auf dem anderen Bein dann auch gleich wieder starten musste, um noch rechtzeitig nach Hause (Athboy) zu kommen.

Da der Mittwoch auch nur Regen bringen sollte, wurde eine weitere regionale Sightseeingtour organisiert, derweil der RF7 im Hangar der gebrochene Outrigger wieder angesetzt wurde. Mit Allan besorgte ich mir Gewindeschneider, Kernbohrer und Gewindebolzen im Nachbardorf. Wir hatten am späten Nachmittag alles wieder zusammen, auch wenn der Outrigger 3cm jetzt kürzer war.

Das Wetter spielte dann am Freitag endlich mal mit…zumindest in Irland. Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern Bernhard und Magret, die uns 4 Tage lang mit Frühstück, W-lan, Lunchpaket, Campsite, Dinner (Super Steaks !), Duschen und leckerem Guinness königlich versorgt hatten. Da die RF7 nicht mehr auf Beton landen wollte, wählte ich dann auch den direkteren Weg über die Irische See zum Fly-In nach Saltby, während die Gruppe erst noch zum Refill hoch zur schottischen Grenze flog.

Leider war das Wetter auf der Ostseite nicht das, was der Wetterbericht angekündigt hatte…Südlich Kingston upon Hull war absolut Schluss mit VMC, das Humberside Radar betete mich noch so gerade auf seinen Flughafen herunter (Größe Münster). … Alle Ladebahnen hatten „lights on“ für mich, in strömenden Regen und Finsternis um 3 pm erwartete mich der Zoll…Gerne habe ich die 55 Pfund Landegebühren bezahlt…

Samstag klarte es dann gleich morgens auf…nur schnell los und ab nach Saltby zum Refill. Dann ging es pünktlich per Flugplan direkt nach EDXI, meiner Basis, ohne irgendwelche Wetterstörungen in 3,5h Flug.

Die Gruppe schaffte es auch abends dann auch nach Saltby, am Sonntag war man dann wohl am Kanal…

Ich werde nicht das letzte Mal drüben gewesen sein…UK / Irland ist immer eine Reise wert !

Juli 2016 | Dirk Radewald

Live Flugbericht: Санкт-Петербург

Die gesamten letzten Wochen wurden in Speyer von Anspannung, Stress und Vorfreude geprägt. Nachdem, scheinbar unendliche, bürokratische Hürden bezwungen wurden, konnte die so stark ersehnte St. Petersburg Flugtour beginnen:

Freitag 20.5.16:

Mittags brachen von Speyer aus zwei RFs in Richtung Berlin auf. Nach einem kleinen „Aufsammel-Stop“ in Koblenz ging es „direct to“ Oehna, was als gemeinsamer Sammelpunkt für den CFI ausgewmacht war.

Samstag 21.5.16:

Von Berlin aus machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Olztyn in Ostpolen um dem großen Ziel immer näher zu kommen.

Sonntag 22.5.16:

Heute ging der Flug weiter nach Kaunas zum tanken mit Übernachtung. Die Flugwetterbedingungen perfekt, so gelang der Flug mit pünktlicher Ankunft problemlos. Angekommen in Lithauen, begann gleich eine kleine Sightseeing Tour mit gemeinsamen Abendessen als Abschluss. Später dann noch ein kleines Briefing für den bevorstehenden Einflug nach Russland. Es wurden im Vorraus von den Behörden genaue Einflugrouten vorgeschrieben die mit dem Tagesziel Weliki Nowgorod, noch ca. 160km südlich von St. Petersburg, enden. In Pskov ist noch ein Zollstop vorgesehen.

Montag 23.5.16:

Ein Abenteuerlicher Tag. Das Tagesziel Nowgorod ist angepeilt einschließlich des Grenzüberfluges in Russland. Der benötigte und aufgegebene Flugplan konnte nicht aktiviert werden und ist im Äther des russischen Verwaltungssystems verschollen. Darauf musste schnell improvisiert werden und der Flugplan an den schlecht englisch sprechenden FIS Lotsen durchgegeben werden. Die Ankunft auf dem Zollflugplatz Pskov war problemlos. Nur an der Veständigung und dem eher marginalen Englisch haperte es zeitweilen. Gefühlte 500 Zoll und Grenzbeamte nahmen uns in Empfang und „betreuten“ uns. Es dauerte Ewigkeiten. Danach kam die nächste Hürde: Das Leadimg Flugzeug, ohne welches wir nicht fliegen durften, ließ auch auf sich warten, sodass wir letztendlich erst wieder gegen 20:30 starten konnten. Auf dem Weg nach Nowgorod war noch ein zwingend erforderlicher Tankstop geplant. Trotz der fortgeschrittenen Zeit, ginge zum tanken. Die letztendliche Ankunft am Zielflugplatz war kurz nach 22 Uhr. Jeder Empfang der ansässigen Russen ist immer herzlich und freundlich.

Dienstag 24.5.16:

Nach einem tollen Flug bei super Wetter kam die Gruppe, mit Anflug direkt über die Stadt, in St. Petersburg an. Allerdings kommt die zurückgelegte Flugstecke über Russland wie eine rießige Einöde vor: Lediglich unendliche Weiten voller Bäume, in einer vorgeschriebenen Höhe von 300m, waren zu sehen. Der ursprüngliche Zielflugplatz Manushki konnte wegen angeblich zu kurzer Bahn nicht angeflogen werden. Nach der Landung ging es dann trotzdem per Auto dorthin zum feiern.

Mittwoch 25.5.16:

Heute ist zur Abwechslung kein Flug angesetzt: Dafür allerdings eine Bootsfahrt auf dem Fluss Niva. Danach soll eine Stadtführung stattfinden. Und ein Besuch des imposanten Petershof.

Donnerstag 26.5.16:

Heute stand bei der Gruppe ein gemeinsamer Flug über die Stadt und Umgebung auf dem Plan. Später wurde eine Bootsfahrt durch die Kanäle St. Petersburgs gemacht.

Freitag 27.5.16:

Die Tour neigt sich dem Ende. Heute war Aufbruch aus St. Petersburg über Pskov zum Zoll, dannach wieder Kaunas in Lithauen. Da sich das Wetter in Russland allmählich verschlechtert, ist dies auch der richtige Zeitpunkt um „До свидания“ zu sagen.

Samstag 28.5.16:

Auch auf dem Rückweg in Richtung Deutschland machte sich das Wetter bemerkbar. Von Kaunas ging es wieder durch komplett Polen nach Oehna, was auch der Anfangstreffpunkt war. Der Abflug am nächsten Morgen sollte um 6 Uhr sein, da sich die Wetterbedingungen stetig verschlechterten.

Sonntag 29.5.16:

Die GAFOR Meldungen gaben nicht die blendensten Bedingungen von sich. Dennoch begann der Flug in Richtung Heimat. Weil die Wolkenuntergrenze immer weiter absank, entschied sich die Gruppe in Halle an der Saale die Tour zu beenden und das letzte Stück mit dem Mietwagen zurückzulegen.


Jeden Tag senden mir Patrick und Cheesy Bilder, Impresionen und kleine Texte zu. Ich versuche diese so gut wie möglich aufzubereiten.

Mai 2016 | Joel Lehmann