neue Gabel für RF4

Wir planen eine kleine Serie der kleinen Gabel aufzulegen. Wer Interesse hat, bitte Bedarf anmelden.
PF

RF4 Gabelaktion

zersägte RF4 Gabel

zersägte RF4 Gabel

Aktion ist voll im Gange. Mehr Infos im „Forum“ im Internen Bereich.
Patrick

Abschlussbericht:  Europaweit haben sich  50 Interessanten  für eine Ersatzgabel gemeldet ! Produktion und  Auslieferung hat im 3. Quartal 2013  stattgefunden. Alle waren über das Ergebnis vor allem vom unschlagbaren Preis/Qualitätverhältnis  begeistert. Seit Sept. 2012 erlaubt Patt M  bei SC22 (also u.a. Motorseseglern) die Verwendung  eingener Teile ohne Form One.

RF3 RF4 Fahrwerksüberholung / Main L Gear Overhaul / Revision du Train Principal

Hallo aus Mainz. (von Peter Doelle)

Hier ein kleiner Überblick was zu ändern ist bzw. wie man auf 20 Arbeitsstunden für eine komplette Überholung kommt.

Alte Gabel zerlegen und Teile reinigen. Problem: Die Schrauben Gabel-Torsionsrohr sind verschraubt. Die Schrauben die ich vorfand, waren durch Körnerschläge gesichert. Sie waren nicht zu öffnen. Also her mit der Flex und das ganze ganz vorsichtig auftrennen. Alte Schrauben herausfummeln und das Torsionsrohr rausziehen, geht sehr einfach ohne 15 Tonnen- Presse. Bis hierher waren 6 Stunden draufgegangen.

Neue Gabel einbauen, bzw., vorher anpassen.

An dem eigentlichen Gußteil muß nichts geändert werden, absolut perfekt. Auch wenn da keine Garantie drauf ist Jochen,die Gabel macht einen sehr vernünftigen Eindruck. Die Gabel die T. Breitenbach hatte, war oder ist aus V2A-Stahl geschweißt. Das Material ist sehr Zäh aber auch sehr weich. Das Ding ist krumm und schief.

Jedoch: Am oberen Ende, da wo die große Bohrung ist, müssen die Ecken ca. 2cm abgerundet werden. Die Bohrungen müssen Teilweise nachgearbeitet werden. ( Dort wo die kleine Gabel verschraubt wird ) Ich hatte Glück, ich habe eine verstellbare Reibahle um die Bohrung von 12 auf 12,3 aufzubohren.

Bis die Neue Gabel einwandfrei paßte waren nochmal 5 Stunden vergangen.

Ein Fahrwerk wird selten gewartet und muß einiges ertragen können. Ich entschloß mich dazu, alle Stahlteile verzinken zu lassen. Über den Luxus kann man streiten, ich halte es für sinnvoll. Verzinkt und gelb cromatiert hat einen hervorragenden Rostschutz. Die Alten Teile waren alle Lackiert und teilweise angerostet.

Alle Teile entlacken und entrosten, zum verzinken geben und wieder holen 3 Stunden

Die Gabeln entfetten, abkleben, Grundieren (ALU) und gelb (war Kundenwunsch) lackieren 2 Stunden

Neue Halteschrauben ( Nasenschraube DIN 604 ) besorgt. 1 Stunde. Die alten Schrauben könnt Ihr auf den Bildern sehen.

Normalerweise hätte das Fahrwerk auch einfach rausfallen können. Thomas hätte echt Arbeit gespart.

Fahrwerk zusammenbauen, alle beweglichen Teile fetten, die Einrastungen der Verriegelung nochmals nacharbeiten, alle Schrauben und Bolzen mit Splinten oder Sicherungsdraht sichern, Funktionsprobe durchführen und dann…

dann waren schon wieder fast 3 Stunden vorbei. und dann………

dann war da noch eine Felge mit Bremse. Ebenso in desolatem Zustand. Die Schraube, die die Bremse auf verdrehen sichert, ( Bild anbei ) war abgebrochen, das Gewinde in der Bremsnabe war ausgerissen. Im Internet recherchiert, ob es so ein Ding irgendwo gibt, bei Tost angerufen, negativ, nicht zu bekommen.

Also: An die Drehbank und so ein Ding selbst gemacht. Auch hier alles entfettet, lackiert, noch ein neuen Reifen montiert, eingebaut und na ja, das Fahrwerk war endlich fertig. Dafür sind nochmal 3 Stunden draufgegangen.

Das ganze gut verpackt und ab zur Post. Die nimmt das Päckchen nicht, weil die Post nur bis 20 Kg befördert.

21 Kilo hatte das Packet. Also wieder ins Auto damit und zu German Parcel gefahren. Endlich, das Fahrwerk ist auf dem Weg in den hohen Norden zu Thomas B. Wieder zu Hause waren ja schon wieder 1,5 Stunden vergangen.

Wie die Zeit vergeht………..

Gruß Peter Doelle ( Mainz)


Anmerkung:

Für diese Arbeit hat der Auftraggeber, RF3 Bestizer, keine 900 Euros, inkl. Versandkosten und gesetzl. Mehrwertsteuer gezahlt.

Ich habe gehört, daß man „woanders“, irgendwo in der Eifel – da wo es gelegentlich Ersatzgabeln gibt – dafür 3000 Euros zahlen muss !

Man muss es nur wissen !

Papa Fox / Speyer

RF4 Umbau auf Scheibenbremse von Alfed Scherer

Hatte ich bei der Bruchreparatur auch vor, die Bremsanlage zu Modernisieren, denn ich wollte den Spazierstock nicht mehr, und außerdem habe ich auf Grund des neuen Armaturenbrettes keinen Platz für diesen.

Da unser Japanischer CFI Freund Aiichiro Nakazawa schon den Versuch machte, und es in der Homepage zeigte, wollte ich es Ihm nachahmen.

Leider hatte ich einige Probleme mit seinen angebotenen Bildern, denn man konnte schlecht erkennen was er da gebaut und umgeändert hatte.

Weiterhin wollte ich den Umbau so gestalten, dass ich auch wieder die Originalteile verwenden konnte, denn mit US Maßen können wir in Deutschland leider nichts anfangen.

„Wichtig“

„Es ist ein Rückbau auf die alte Trommelbremse ohne weitere Teile wieder möglich,“

nach dem Motto: , Schraube auf, die beiden Schachtöffnungsdrähte ab Lagerwelle herausziehen altes Rad in die Gabel rein Distanzhülse dazwischen und fertig! , danach alles wieder zusammenschrauben es passt halt alles.

Nach dem ich die ausgesuchte Felge und den dazugehörenden Bremssattel aus dem AIRCRAFT SPRUCE Katalog von unserem Amerikaner Ed Bjornrud im Sommer dieses Jahres mit gebracht bekam, machte ich mich an die Arbeit.

Ich zerlegte das komplette Fahrwerk, damit ich die untere Gabel die das Rad aufnimmt frei bekam.
Ich baute die neue Felge zusammen und hielt sie in die Aufnahmegabel. Nach einigen Überlegungen war mir klar, bei richtiger Positionierung kann ich auch den alten Pneu (Mantel) wieder verwenden was eine Einsparung bedeutet.

Ich hielt die neue Trommel mit Rad so in die Aufnahmegabel, dass alles freigängig und genügend Platz links und rechts war und dass das Rad fast wieder in die Mitte kam.

Nach dem ich grob alles angepasst hatte ging es an die Arbeit.
Da ich eine kleine Drehbank habe und die auch gerne benutze drehe ich mir alle klein Teile selber die größeren Teile und Fräsarbeiten hat mir ein Freund gemacht.

Nun zu Sache:

Die neue Felge hat auf beiden Seiten ein Kegellager, aber in US Norm (Zoll Maße) dieses muss herausgenommen werden, weil die -RF- Originalwelle ( Achse) dünner ist.
Um diese Originalwelle wieder zu verwenden, muss der Lagersitz der neuen Felge aufgedreht werden um ca. 1,5 mm, damit ein Lager in DIN Norm eingebaut werden kann, Material ist genug vorhanden (gleiches Lager wie in der alten Felge).

„Das ist wichtig“!,
denn sonst passen die seitlichen Klemmscheiben nicht mehr, die die Welle in der Gabel halten.

Als dieses gemacht war, baute ich die Felge mit Pneu zusammen um das ganze in der Gabel zu Positionieren, „Achtung Luft Aufpumpen“.
Nun konnte ich genau die Abstände festlegen, damit das Rad freigängig laufen kann.
Es wurde nun der Abstand zwischen Gabel und Scheibe festgelegt (schmalster Punkt) er beträgt
ca. 3 mm zwischen Gabel und Bremsscheibe.

Nun konnte ich auf der anderen Seite das erste Drehteil zwischen Gabel und neuem Kugellager genau messen, das Rad ist ein kleinwenig aus der Mitte.
Nach dem dieses gefertigt war wurde nun die andere Seite gemessen und die Teile nach einander Gedreht.

In dem zweiten Drehteil (Abstandshalter) Richtung Sattel sind auch die versenkten Bohrungen für die Befestigung des Schwimmsattelhalters vorgesehen.
Ein ständiges Anpassen und immer wieder zusammenbauen war erforderlich, um eine genaue Passung zu bekommen.
Das letzte Teil ist auch das schwierigste, denn auf der einen Seite (Lagerseite) sind in dem Drehteil die Gewindebohrungen für die Ankerplatte des Schwimmsattels zu befestigen.
(Die Löcher dazu, sind auf der Ankerplatte vorgegeben).
Auf der anderen Seite ist in dem Drehteil eine Nut zur Verriegelung eingefräst, damit die Bremse an der Gabel arretiert ist.

Nach dem alle Teile fertig waren musste das erste Drehteil neu gedreht und geteilt werden denn wenn es an einem Stück ist, ist ein Zusammenbau nicht möglich.

Alle Drehteile habe ich aus V 2 A Stahl gefertigt, (rostfrei), die Kugellager sind mit den Abstandsdrehteilen so abgedeckt dass ein verschmutzen der Kugellager wie an der alten Welle nicht mehr möglich ist.

Die Betätigung der Bremse erfolgt über einen Hydraulikgriff der an dem Bremsklappenhebel montiert ist diese Griffausführung kann sowohl wagerecht als auch senkrecht montiert werden.

Der Bremsgriff ist aus Frankreich, ihn habe ich auf der AERO Friedrichshafen gekauft, der Aussteller war
Jacqes Dhalluin er kommt aus Louvignies Quesnoy 6, rue de la Mairie

Material:

Bremse und Felge ist von Cleveland USA mit Zertifikat Typ 500X5, Wt 5-3/4 Lbs. Each
(Wheel P/n 40-78B, Brake P/N 30/9)
Sie ist in der Cessna 150 als Hauptfahrwerksbremse eingebaut.

Kugellager SFK Typ 6206-2RS1 (Standartlager).

Hydraulikbremsgriff siehe Vertreiber

Drehteile sind alle aus V 2 A

Preise:

Für Welle, Felge, Schwimmsattel, Ankerplatte und Schrauben 550,00 DM
fast alle Schrauben habe ich gegen DIN Schrauben 8.8 getauscht.

Für 2 SFK Kugellager inkl. Mwst. 63,00 DM

Für den Bremsgriff 200,00 DM

V 2 A Stahl habe ich beim groß Schrotthändler in Bad Kreuznach gekauft 20,00 DM

Gewichte:

Alte Bremsanlage: Bedienung, Felge und Trommelbremse beträgt 3.650 gr.

Neue Bremsanlage: Bedienung, Felge und Schwimmsattelbremse beträgt 4100 gr.

Bilder:

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