Flugbericht Frankreich 2016

Einige CFI Events mussten leider im Laufe dieser Saison wetterbedingt abgesagt werden, auch der Flug nach Irland verlief nur unter schwierigen Wetterbedingungen. Der Frankreichrundflug mit Abschluss in Montlucon-Domerat im Zentral Massiv sollte dafür mit Erfolg gekrönt sein. Die ganze Woche vom 28. August bis Sonntag, den 4. September herrschte strahlend blauer Himmel über ganz Frankreich.

Ich konnte mit meiner F-COPF die „Patrouille des Fourniers“ erst am Donnerstag in Grauhet (LFCQ) in der Nähe von Toulouse einholen. Nach einem Umweg über meine Heimat im Westen stieß ich dort auf die 12 RF´s, welche vorher den Rundflug gemeinsam begonnen hatten. Zwei der Truppe waren gezwungenermaßen zurück geblieben. Bei Mike aus England hatte sich die Haube im Flug geöffnet und wurde dadurch stark beschädigt.

Die Teilnehmer hatten sich am Sonntag den 28.8. in Challes bei Chambéry getroffen und waren zuerst in der Bretagne, um danach entlang der Atlantikküste bis ins Baskenland zu fliegen. Gastgeber in Grauhet war Vincent Barelli, ein junger Ingenieur bei Airbus und stolzer Besitzer einer RF3. Vincent hatte ein Super BBQ in seinem Clubheim organisiert und Mogas organisiert.

Claus und Martine Maier (D-KAAL) sowie sein untrennbarer Adjutant Eberhard mit ihren knall-gelben Maschinen hatten unsere Ehre gerettet. Sie waren bisher die einzigen Vertreter der deutschen CFI-Fraktion bei diesem Flug. Fliegen wie Gott in Frankreich… Eine Woche lang mit Sicht von Pol zu Pol, Thermik ohne Ende (fast zu viel für meinen Hintern) und fast niemand nimmt teil…Flug und Termin waren doch seit April bekannt! Was ist den los mit der sonst so fluggeilen deutschen CFI Truppe?

Am Freitag flog der Pulk mit Nordkurs entlang der „Chaine des Puys“, jene Kette von erloschenen Vulkanen bis Montlucon-Domerat (LFLT). Der Platz liegt fast in der Stadt und unterliegt Nutzungsbeschränkungen. Für die gemeldeten CFI Maschinen lag eine Sondergenehmigung vor. Dank des guten Wetters trudelten zum Wochenende dann immer mehr Maschinen zum Abschluss-Fly-In ein. Die letzten 3 RF3‘s aus St. Avold machten einen wunderschönen Formationsüberflug kurz vor Sonnenuntergang. Am Ende waren somit gut 40 Maschinen versammelt.

Am Samstag gab es die Besichtigung eines interessanten Musik-Museums und eine Nachmittags-Führung durch die Altstadt von Montlucon.

Am Samstagabend wurden vor dem Buffet unter einem großen Zelt die üblichen Ehrenansprachen gehalten, wie auch vom stellvertretenden Bürgermeister. René Fournier war dabei, munter wie immer und stolz die englische Fassung seiner Memoiren vorzustellen: „My Dream and My Aeroplanes“, so heißt die englische Fassung des spannenden Buchs „Mon Rêve et Mes Combats“. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das 40. Anschaffungs-Jubiläum der Vereins RF6 gefeiert.

Am Sonntag verließen wir Montlucon fluchtartig in der Früh. Wir wussten, es wird bezüglich des Heimfluges knapp, da eine Schlechtwetterfront in Anmarsch war. Dank gutem Rückenwind konnten wir in absolut ruhiger Luft die 550 km in nur 3 Stunden bewältigen. Selbst der locker zu bewältigende Regenschauer am Ende meiner Reise konnte ich locker überwinden.

Eine schöne Luftwanderung mit einem grandiosen Abschluss. Schade für diejenigen, die dieses Event verpasst haben!

September 2016 | Patrick Faucheron

Flugbericht Irland 2016

Die Teilnahme der deutschen Teilnehmer stand von Anfang an unter keinem guten Stern…
Berufliche Gründe, Technische Mängel, Wetter, und auch eine kaputte  Haube Crash machten den Deutschen die Teilnahme an der Tour größtenteils einen Strich durch die Planung…

Nach Anmeldung anfänglich von 11 Teilnehmern aus Deutschland machten sich zum Tour Start letztendlich nur insgesamt 3 Teilnehmer auf den Weg:

Patrick(RF5) und Sabine (RF4) flogen wetterbedingt  erst am Sonntag los  nach Abbeville /F, um dort auf die Italiener und Franzosen zu stoßen, kamen aber zu spät an und verpasste den Anschluss

Ich hingegen hatte die direkte Linie gewählt: Bei doch sehr diesigem Wetter in max.1000ft und  „poor Visibility“ ging es Samstagmittag von meiner Basis EDXI nach Texel EHTX (1,5h). Während die Nordfriesischen Inseln alle in X-Ray Bedingungen waren, hatte Texel so gerade 1100ft Ceiling, um angeflogen werden zu können. Man begrüßte mich dort sehr respektvoll, man hatte wohl meinen Flugplan gesehen und klopfte mir anerkennend auf die Schulter: („long trip…, take care…“) was mir aber nicht so viel Mut machte…

Wie es oft so ist, 3min westlich Texel löste sich alles in Wohlgefallen auf, in strahlendem Sonnenschein ging es über die Nordsee, auch UK war noch sonnig, aber schon die Berge von Wales mussten umflogen werden: die Wolken kamen tiefer… und schließlich verlor ich Kontakt zum London FIS Radar-Service. Hinaus ging es auf die Irish Sea, unter einer sehr tiefen Wolkendecke  aber immer mit dem sonnigen Horizont über dem Meer… Nach 3,5 h landete ich hochzufrieden im Sonnenschein in New Castle (EINC) wo bereits London FIS meinen Verbleib angefragt hatte.

Am Sonntag stand die Airshow in Bray/Dublin auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein wurden von bestimmt 100.000 Iren u.a. die Red Arrows, eine Spitfighter Formation, Eurofighter, etc. bewundert. Ein Waldbrand direkt bei der Veranstaltung, wohl von übereifrigen Grillfans erzeugt, konnte die Stimmung nicht kippen und wurde einfach ignoriert…

Noch am Abend nach der Show ging es per Bus zurück nach Newcastle, und bei ca. 20 knots Seitenwind dann endlich Richtung Athboy (EIMH), um dort auf Mike’s Gruppe zu treffen. Aber am Funk meldete sich anfänglich niemand, und schon im Downwind war mir klar, dass ich am heutigen Tag keinen der Gruppe mehr sehen würde…dafür begrüßten mich die Flugplatzbesitzer Bernhard und Margret auf das herzlichste, zeigten mir alles und luden mich auf das erste Guinness seit min 30 Jahren ein….

Wie sich später herausstellte, war der Aufbruch der Gruppe in Abbeville vom schlechten Wetter geprägt…erst Sonntagabend machte sich die Gruppe Richtung Popham auf und am Montagabend traf man sich dann endlich in Athboy auf ein schönes Wiedersehen mit Mike, Sylvain und Fausto sowie allen anderen Teilnehmern.

Der Dienstag versprach kein gutes Wetter, darum stand ein Besuch von Dublin per Bus an, mit viel Zeit zum eigenen Sightseeing oder Shopping, um sich vor Abfahrt des Busses zum einem gemeinsamen Bier in einem der vielen gemütlichen Pubs zu treffen…

Am Mittwoch klarte dann das Wetter endlich auf…. Mike führte uns entlang der Westküste nach Sligo (EISG) zum Tanken, dann zur Insel Inishmaan (EIIR) wo die RF7 sich einen Outrigger brach, und auf dem anderen Bein dann auch gleich wieder starten musste, um noch rechtzeitig nach Hause (Athboy) zu kommen.

Da der Mittwoch auch nur Regen bringen sollte, wurde eine weitere regionale Sightseeingtour organisiert, derweil der RF7 im Hangar der gebrochene Outrigger wieder angesetzt wurde. Mit Allan besorgte ich mir Gewindeschneider, Kernbohrer und Gewindebolzen im Nachbardorf. Wir hatten am späten Nachmittag alles wieder zusammen, auch wenn der Outrigger 3cm jetzt kürzer war.

Das Wetter spielte dann am Freitag endlich mal mit…zumindest in Irland. Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern Bernhard und Magret, die uns 4 Tage lang mit Frühstück, W-lan, Lunchpaket, Campsite, Dinner (Super Steaks !), Duschen und leckerem Guinness königlich versorgt hatten. Da die RF7 nicht mehr auf Beton landen wollte, wählte ich dann auch den direkteren Weg über die Irische See zum Fly-In nach Saltby, während die Gruppe erst noch zum Refill hoch zur schottischen Grenze flog.

Leider war das Wetter auf der Ostseite nicht das, was der Wetterbericht angekündigt hatte…Südlich Kingston upon Hull war absolut Schluss mit VMC, das Humberside Radar betete mich noch so gerade auf seinen Flughafen herunter (Größe Münster). … Alle Ladebahnen hatten „lights on“ für mich, in strömenden Regen und Finsternis um 3 pm erwartete mich der Zoll…Gerne habe ich die 55 Pfund Landegebühren bezahlt…

Samstag klarte es dann gleich morgens auf…nur schnell los und ab nach Saltby zum Refill. Dann ging es pünktlich per Flugplan direkt nach EDXI, meiner Basis, ohne irgendwelche Wetterstörungen in 3,5h Flug.

Die Gruppe schaffte es auch abends dann auch nach Saltby, am Sonntag war man dann wohl am Kanal…

Ich werde nicht das letzte Mal drüben gewesen sein…UK / Irland ist immer eine Reise wert !

Juli 2016 | Dirk Radewald

Live Flugbericht: Санкт-Петербург

Die gesamten letzten Wochen wurden in Speyer von Anspannung, Stress und Vorfreude geprägt. Nachdem, scheinbar unendliche, bürokratische Hürden bezwungen wurden, konnte die so stark ersehnte St. Petersburg Flugtour beginnen:

Freitag 20.5.16:

Mittags brachen von Speyer aus zwei RFs in Richtung Berlin auf. Nach einem kleinen „Aufsammel-Stop“ in Koblenz ging es „direct to“ Oehna, was als gemeinsamer Sammelpunkt für den CFI ausgewmacht war.

Samstag 21.5.16:

Von Berlin aus machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Olztyn in Ostpolen um dem großen Ziel immer näher zu kommen.

Sonntag 22.5.16:

Heute ging der Flug weiter nach Kaunas zum tanken mit Übernachtung. Die Flugwetterbedingungen perfekt, so gelang der Flug mit pünktlicher Ankunft problemlos. Angekommen in Lithauen, begann gleich eine kleine Sightseeing Tour mit gemeinsamen Abendessen als Abschluss. Später dann noch ein kleines Briefing für den bevorstehenden Einflug nach Russland. Es wurden im Vorraus von den Behörden genaue Einflugrouten vorgeschrieben die mit dem Tagesziel Weliki Nowgorod, noch ca. 160km südlich von St. Petersburg, enden. In Pskov ist noch ein Zollstop vorgesehen.

Montag 23.5.16:

Ein Abenteuerlicher Tag. Das Tagesziel Nowgorod ist angepeilt einschließlich des Grenzüberfluges in Russland. Der benötigte und aufgegebene Flugplan konnte nicht aktiviert werden und ist im Äther des russischen Verwaltungssystems verschollen. Darauf musste schnell improvisiert werden und der Flugplan an den schlecht englisch sprechenden FIS Lotsen durchgegeben werden. Die Ankunft auf dem Zollflugplatz Pskov war problemlos. Nur an der Veständigung und dem eher marginalen Englisch haperte es zeitweilen. Gefühlte 500 Zoll und Grenzbeamte nahmen uns in Empfang und „betreuten“ uns. Es dauerte Ewigkeiten. Danach kam die nächste Hürde: Das Leadimg Flugzeug, ohne welches wir nicht fliegen durften, ließ auch auf sich warten, sodass wir letztendlich erst wieder gegen 20:30 starten konnten. Auf dem Weg nach Nowgorod war noch ein zwingend erforderlicher Tankstop geplant. Trotz der fortgeschrittenen Zeit, ginge zum tanken. Die letztendliche Ankunft am Zielflugplatz war kurz nach 22 Uhr. Jeder Empfang der ansässigen Russen ist immer herzlich und freundlich.

Dienstag 24.5.16:

Nach einem tollen Flug bei super Wetter kam die Gruppe, mit Anflug direkt über die Stadt, in St. Petersburg an. Allerdings kommt die zurückgelegte Flugstecke über Russland wie eine rießige Einöde vor: Lediglich unendliche Weiten voller Bäume, in einer vorgeschriebenen Höhe von 300m, waren zu sehen. Der ursprüngliche Zielflugplatz Manushki konnte wegen angeblich zu kurzer Bahn nicht angeflogen werden. Nach der Landung ging es dann trotzdem per Auto dorthin zum feiern.

Mittwoch 25.5.16:

Heute ist zur Abwechslung kein Flug angesetzt: Dafür allerdings eine Bootsfahrt auf dem Fluss Niva. Danach soll eine Stadtführung stattfinden. Und ein Besuch des imposanten Petershof.

Donnerstag 26.5.16:

Heute stand bei der Gruppe ein gemeinsamer Flug über die Stadt und Umgebung auf dem Plan. Später wurde eine Bootsfahrt durch die Kanäle St. Petersburgs gemacht.

Freitag 27.5.16:

Die Tour neigt sich dem Ende. Heute war Aufbruch aus St. Petersburg über Pskov zum Zoll, dannach wieder Kaunas in Lithauen. Da sich das Wetter in Russland allmählich verschlechtert, ist dies auch der richtige Zeitpunkt um „До свидания“ zu sagen.

Samstag 28.5.16:

Auch auf dem Rückweg in Richtung Deutschland machte sich das Wetter bemerkbar. Von Kaunas ging es wieder durch komplett Polen nach Oehna, was auch der Anfangstreffpunkt war. Der Abflug am nächsten Morgen sollte um 6 Uhr sein, da sich die Wetterbedingungen stetig verschlechterten.

Sonntag 29.5.16:

Die GAFOR Meldungen gaben nicht die blendensten Bedingungen von sich. Dennoch begann der Flug in Richtung Heimat. Weil die Wolkenuntergrenze immer weiter absank, entschied sich die Gruppe in Halle an der Saale die Tour zu beenden und das letzte Stück mit dem Mietwagen zurückzulegen.


Jeden Tag senden mir Patrick und Cheesy Bilder, Impresionen und kleine Texte zu. Ich versuche diese so gut wie möglich aufzubereiten.

Mai 2016 | Joel Lehmann

95e Anniversaire de René Fournier

Konstrukteur, Designer und Urvater aller unserer „moteur-planeurs“ René Fournier lud am 7. Mai zur großen Geburtstags-fly-in-Feier in Amboise ein. Ein tolles Ereignis, welches etliche RF Fanatiker anzog.

Eine kleine Truppe, bestehend aus 3 RFs, brach Donnerstags über Christi Himmelfahrt auf, um das feierliche Ereignis noch mit einer kleinen Frankreich-Küstentour zu verbinden. Bei strahlend blauem Himmel und konstantem Hochdruckgebiet über Frankreich brachen wir mit viel Rückenwind auf.

Die erste Landung sollte zum Nachtanken in Montargis stattfinden. Ein freundlicher Mann eines ansässigen Vereins half uns beim tanken. Kaffee und weitere freundliche Vereinsansässige gab es auch. Nach kleinem aber interessantem Hallenrundgang stiegen wir wieder in unsere Flugzeuge und flogen weiter nach Fontenay (nähe La Rochelle), wo die erste Nacht verbracht wurde. Insgesammt schafften wir durch den Wind die Gesamtstrecke innerhalb von 4h zu absolvieren, was aufgrund den endlos weiten Rapsfeldern und der monotonen Landschaft erfreulich war.

Freitags war für mich das fliegerische Highlight der Tour. Die Streckenplanung war entlang der Westküste bis zur Halbinsel Quiberon, dann hoch in die Bretagne und die westliche Normandie bis Grandville. Wir flogen entlang wunderschöner Strand- und Felsküstenabschnitte, an Urlaubsdomizilen und großen Hotels vorbei. Fliegen am Meer finde ich jedes mal wieder aufs neue faszinierend. Das Wetter verschlechterte sich leider zunehmend im Westen, aufgrund eines Tiefdruckgebietes über dem Atlantik.

Zur Mittagszeit begann der Anflug auf Quiberon, auch ein beliebtes und tolles Sommerurlaubsziel. Die Landebahn liegt mitten in der dicht besiedelten Insel am Meer. Vergleichbar mit einem Infinity-Swimmingpool, startet und landet man hier „direkt ins Meer hinein“. Einfach wunderschön! Wir hatten nur einen kurzen Fußweg ins innere von Quiberon, wo es dann für alle die ersehnten Moules-Frittes gab. Nach ergiebigem Essen liefen wir zu unseren Flugzeugen und starteten aus dem bewölkten zunehmend schlechter werdenden Wetter in Richtung Norden, wo die Sonne wieder durchbrach und uns ein blauer Himmel erwartete.

Unser Flugweg verlief entlang der „Rance“ bis zur Mündung bei Dinard und Saint Malo entlang der eindrucksvollen alten Hafenanlage. An der Küste waren immer wieder die alten militärischen Einrichtungen zu sehen, wie auch einige der sehr bekannten, alten Leuchttürme. Getoppt wurde dies noch mit einem vorbeiflug am, in Ebbe liegenden Mont Saint Michel. Das Gefühl und der Eindruck, welcher aufkommt, wenn ein solches Monument umflogen wird, welches man schon vom Boden aus sah und besichtigt hat ist einfach faszinierend. Zehn Minuten später landeten wir in Grandville, wo die zweite Nacht verbracht wurde. Der kleine direkt am Meer gelegene Platz birgt mit dem Fußweg zum Stand auch einen besonderen Charme.

Samstags fand der Geburtstag von René statt. Wir brachen um 10 Uhr in Grandville in strahlender Sonne richtung Amboise bei Tours auf. Zwei Stunden kamen wir auf einem Platz voller RFs an. Letztendlich waren es ca. 50 Fournier Flugzeuge und ca. 200 Gäste von überall (sogar Amerika und Schweden!) Die Veranstaltung fand mit fantastischem Essen und Trinken in den Hallen des ansässigen Aeroclubs statt. Jeder konnte seine ganz besonderen Momente mit René Fournier, welcher in seiner bewegenden Rede alle einige male mit grandiosem Humor zum Lachen brachte. Bei gemütlichem Beisammensein ließen noch einige Partygäste den Abend ausklingen, bei eindrucksvollem Sunset Kunstflug von Anatol.

Am nächsten Morgen wurden wir von unserer Unterkunft abgeholt und wieder zum Flugplatz gefahren. – Von wem? René Fournier höchstpersönlich kam mit seinem Auto und fuhr uns. Ein unglaubliches Gefühl von seinem Flugzeugurvater, welcher quasi die letzte Lebende französische Fluglegende ist, zu seinem Flieger gebracht zu werden….

Der Rückflug ging wieder bei blauem Himmel über Montargis zum tanken zurück in die Heimat. Diesmal leider mit Gegenwind. Uns angeschlossen waren diesmal noch mehr der deutschen RF Piloten.

Ein langes Wochenende voller Eindrücke und bleibener Erinnerungen, an denen ich noch lange zehren kann. Ich bin froh in den Kreis des CFI gerutscht zu sein und die Möglichkeit habe das alles zu erleben.

Mai 2016 | D-KALC | Joel Lehmann

Reise nach Blois

Blois Fly-in Bericht 11-13 Sept.

Blois Fly-in ( 11 bis 13 September 2015)

Wie jedes Jahr hatte der CFI France zum jährlichen Fly-in am 2. September Wochenende eingeladen, diesmal in Blois an der Loire.
Die Wetterlage war am Freitag „superbe“. Allerdings war klar, dass eine Kaltfront ab Samstag früh vom Westen greifen würde. Der ungewisse Rückflug am Sonntag sorgte im Vorfeld für einigen Absagen. Nicht nur unter den Deutschen, auch die Italiener und die Südfranzosen blieben wegen der Wetterprognosen auch Zuhause.

Für die Süddeutschen war das Treffen in Saverne (Elsass) am Freitag Mittag festgelegt worden, wo Philippe D. als Co-Pilot in die F-COPF einsteigen würde.
Wir entschieden uns für eine Pause auf der ehemaligen Airbase von Brienne le Chateau , kurz vor Troyes. Die Pattonviller mit dem Milan und Taifun entschieden sich weiter zu fliegen, mussten dafür in Montargis zwangsweise wegen eines Motorproblems landen. Für sie war Blois gestorben.

Am Freitag waren wir schließlich um die 25 RF´s in Blois vor dem modernen Tower versammelt. Engländer, Belgier und Niederländer waren auch gekommen.
Das erste Abendessen fand bei bester Stimmung am Flugplatz-Restaurant statt.

Samstag früh nach dem Frühstück regnet es Strömen ! Einige Teilnehmer lassen sich in der Stadt für einen Bummel absetzen, Ich dagegen fuhr für eine CFI Besprechung zum Flugplatz.
Ich dachte mir, zum Glück sind wir am Vortag nicht wie geplant nach Granville an der Normandieküste geflogen, sonst würden wir heute dort festsitzen ! Was soll´s . Muscheln gab es auch in Blois und die waren gar sogar lecker !

Samstag Mittags gab es ein gut organisiertes und reichhaltiges Buffet-Essen im Hangar des Aeroclubs. Danach fand der (unnötige) Briefing für den „Überfall“ auf die Airbase von Chateaudun, 40 km im Norden von Blois entfernt.
Die Regenpause war von kurzer Dauer. Kaum in der Luft mussten wir wieder unseren Fliegern eine Vollwäsche unterziehen. Zum Glück ist das Gelände flach . Mit Minimalsicht und knapp gemessene Wolkenuntergrenze tigern wir Richtung Chateaudun. Der Tower ist nicht mal besetzt, so können wir ohne überflüssiges Quasseln alle hintereinander ins Endteil der 2,5 km Landebahn eindrehen und landen…
Nach der Passkontrolle durften wir dann in einen Hangar mit einer sehr sehenswerten Sammlung an Militärflugzeugen eintreten.
Chateaudun ist die Endstation des französischen Luftwaffenarsenals. Hier werden die ausgemusterten Maschinen ausrangiert bis zur endgültigen Verschrottung.
Ein Oberst A.D. führt uns durch das Museum und gibt lauter interessante Details über die Technik der Kampfflugzeuge. Praktisch alle gebaute Muster seit den Fünfziger Jahren sind hier ausgestellt. Der Rundgang entpuppt sich zum Schnellkurs in die Überschalltechnologie. Ich war privilegiert, In O-Ton und Sprache viel zu lernen. Nach dem Rundgang scheint draußen die Sonne wieder ! Bei herrlicher Abendsicht fliegen wir nach Blois zurück.
René Fournier mit seinen 94 Jahren in aller Frische verkauft sein Buch und schreibt persönliche Widmungen . Was für eine Ehre für die Käufer !
Das gemeinsame Abendessen findet wie gestern im Flughafen Restaurant statt. Wie am Vortag ist das Menü hervorragend mit Boeuf Bourguigon als Hauptgericht …
Das Wetter für den Heimflug morgen ist unser Hauptthema. Jeder streichelt regelmäßig sein Smartphone um die Prognosen zu studieren. Danach müssten wir spätestens um 8.00 in der Luft sein bevor ein Großes Regengebiet ganz Westfrankreich vereinimmt.

Sonntag: wir schaffen es um 8:30 am Flugplatz anzukommen aber es ist in der Tat zu spät. Wir sehen wie Sylvain im Regen startet … Frag lieber nicht wie der Himmel aussieht, obwohl klar ist, dass er nach 20 km außerhalb des schlechten Wetters sein wird.

Für uns mit 3 RF´s ist es zu spät und wir müssen warten bis der Regen vorbei ist.
Wetter-Online hatte 13:00 prophezeit und musste Recht behalten. Schon toll diese Smarphone denke ich mir !
Um Eins ist der Regen vorbei . Wir warten nicht und fliegen los, nicht auf Direktkurs sondern Richtung Belfort weil das Nordelsass inkl. Rheintal (noch) dicht sind.

Tiefe Wolken zwingen uns zuerst nach Süden auszuweichen und so kommen wir ungewollt zum berühmten Schloss von Chambord, den wir in höchstens 300 Fuss überfliegen. Die Sicht ist aber sehr gut unter der Stratusschicht. So fliegen wir die nächsten 100 km über das Riesenwaldgebiet der Sologne und ihre zahlreiche Schlößchen im „ziemlich niedriger Flughöhe „ .
Ab Briare an der Loire hebt sich die Wolkendecke ständig an und bald haben wir Kumulanten und grosse blaue Löcher über uns und noch dazu Rückenwind !
Je weiter wir nach Osten kommen, um so besser wird es. Wir landen in Vesoul , checken das Wetter in Saverne und setzen den Flug fort weiter unter herrlichem Himmel entlang der Vogesen , am Grand Ballon d Alsace in 5000 Fuss vorbei.
Wir passieren Colmar, dann die Hohe Königburg als Geschenk vom Kaiser Willhem an seine lieben Franzosen, und landen schließlich bei schönstem Wetter in Saverne um Philippe raus zu lassen.
Der letzte Leg geht über Schweighofen mit dem obligatorischem tiefen Überflug .
Und um 17.30 landen wir in Speyer bei bester Laune !
Es war gewonnen !
Das war der letzte CFI Flug des Jahres. Wir haben es gewagt und gewonnen !
Ein spannendes und interessantes Wochenende !
Bis zum nächsten Jahr in aller Frische !
Papa Fox Sept. 2015

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Flying Legends Airshow, Duxford 2015

Flying Legends Airshow, Duxford 2015
Hier einige Impressionen:

Schottland 2014

Alle Schottlandflieger sind gesund uns heil zurückgekommen, Das Wetter war nicht ganz so gut wie in Norwegen 2013. Die Route mußte geändert werden – on the fly. Hier die tatsächlich geflogene Route. Und unten folgt der Bericht  von Patrick.

Irland / Schottlandflug 2014

Diesmal waren es „nur“ 8 RF´s, 5 RF5 und 3 RF4 am Start für den gewagten Flug mit gestecktem Endziel Kirkwall auf den Orkney Islands.
Trotz unsicherer Wetterlage erreichen wir alle am Samstag den 26. Juli 2014 den gemeinsamen Treffpunkt Arras in Nordfrankreich. Arras ist kein „Zollplatz“ – macht aber nix – dafür gibt es ein Restaurant und vor allem Super Plus und  keine Landegebühr!  Nach dem zufälligen Besuch der Gendarmerie geht es los nach England. Der Kanalüberflug von Cap Gris Nez bis Lyyd ist problemlos. Dann folgen wir der Küste bis Popham (EGHP). Popham ist ein bekannter Flugplatz. Heute findet da „Auster Vintage Fly-in“ statt. Es ist praktisch: die Versorgung für die Camper ist gesichert.
Eine Delegation der „Border Force“ wartet auf uns, die uns kontrolliert, ob wir vielleicht doch Terroristen sein könnten! Seit einiger Zeit muss für jede Ein- und Ausreise einen sog. „GA Report“ mit allen Angaben über Flugzeug und Crews per E-Mail an die Border Force geschickt werden.  Mike, unser britischer Begleiter und Präsident des UK CFI ist schon dort und begrüsst uns.

Der Sonntag fängt mit Reparaturen an: die Lichtmaschine einer R5 ist kaputt. Mike fliegt nach Hause und bringt gleich  2 Stück zurück. Lieder passt keine auf den Limbach 2000. Schließlich wird die AM die ganze Tour mit Batteriestrom fliegen. Wir wechseln die Batterie täglich und laden sie in einem anderen Flugzeug.
Das nächste Ziel ist Ballyboy 60 km N/W von Dublin in Irland. Die Idee auf der Isle of Man Zwischenstation zu machen ist an der utopischen Lande- und Handlingsgebühr gescheitert. Auch der Direktflug über Caernarfon (Nordspitze Wales) ist nicht möglich weil das Wetter dort schlecht ist. Der Weg geht über die Südspitze Wales mit einer Zwischenlandung in Haverfordwest (EGFE). Die Landegebühr beträgt 21 Euro. Wir merken jetzt , fliegen in UK kostet eine Kleinigkeit !
Wir überqueren die 80 km breite Irische See und stoßen an der Süd-Ostküste Irland am Greenore Point. Dann folgen wir der Küste nach Norden bis Dublin. In Popham hatten wir den Tipp bekommen, dass es sehr einfach sei, mitten über Dublin zufliegen. In der Tat. bekommen wir die Freigabe von Dubin Tower bis zu den Chimneys des Kraftwerks weiter zu fliegen und dann nach Westen entlang der River zu folgen. Der 8-er Verband überfliegt das Herz von Dublin in 1000 Fuß! Einmalig!!

Wir landen in Ballyboy (EIMH). Bernard Cullen, vom Beruf Farmer,  ist der Besitzer und Betreiber der Platform. Er, seine Frau und einige befreundete Piloten empfangen uns prächtig. Der BBQ mit viel Guiness ist vorbereitet. Die Rindersteaks sind aus seiner eigenen Zucht. Lecker!!!
Mike – unser Engländer und ehemaliger RAF-Pilot – ist zum ersten Mal in Irland (!!!) . Er ist auch begeistert. Offensichtlich meiden die Engländer Irland ….. Um so glücklich sind die Irren über den Besuch dieser MoSe-Truppe. So etwas haben sie nicht jden Tag !

tatsächliche Route des Schottlandfluges 2013

tatsächliche Route des Schottlandfluges 2014.  Karte anklicken zum vergössern.

Montag 28.7: der geplante Weiterflug zur nordwestliche Küste Schottlands nach Glenforsa können wir vergessen. Dort ist das Wetter schlecht. Mit der Landung auf dem Strand  von BARA  wird es leider nichts ! Es ist so nett hier in Ballyboy,   dass wir uns für einen Tag Pause entscheiden .

Dienstag 29.7:  Wir fahren nach Dublin mit dem Bus und bummeln durch die irische Hauptstadt. Wenigstens hätten wir ein bisschen was vom Lande gesehen !

Mittwoch 30.7: Mike studiert stundenlang die Wetterprognosen mit seinem Laptop. Ergebnis: die britische Ostküste ist bis Nord-Schottland gut fliegbar und  es soll so bleiben die nächsten Tagen.   Wir ziehen die Life Jackets wieder an und starten Richtung Nord Ost entlang der Küste um dann die Irische See nochmals zu queren. Rechts von uns sehen wir die Isle of Man …Dann kreuzen wir Nordengland. Das Land ist  so gut wie nicht besiedelt.  Wir erreichen Eshort, einen Kleinen Flugplatz nördlich von Newcastle an der Ostküste. In GB ist es mit dem Sprit nicht einfach. Man muss bei jedem Flug unbedingt prüfen wo es Sprit gibt und wie hoch die Landegebühr sein wird!
Der Flug geht weiter entlang der Küste Richtung Norden. Es ist No Man´s Land für Schaffe! nur Pampa .. bis Zur Mündung vom Firth of Forth bei Edinburgh. Wir überqueren den 15 km breiten Firth und stechen direkt mit direkten Kurs über die schottischen Highlands Richtung Inverness. Die Highlands sind nicht sehr hoch (4300 Fuss) Schneereste sind noch zu sehen. Licht und Sicht in der Abendsonne sind hervorragend. Wir genießen den Flug, trotz starkem Gegenwind.
Nördlich von Inverness erreichen wir schließlich unser Tagesziel Dornoch, wo unser CFI Freund Donald McNichol auf uns wartet. Es ist 20:00 abends und wir beeilen uns in den Ort um etwas zu essen da die Restaurants schon schließen.
Die Zelte später werden bei Dunkelheit mit Taschenlampen aufgebaut.

Donnerstag 31.7: 7:00 wir schlafen noch. Donald steht auf der Matte und weckt die Truppe auf. Schnell sagt er, es kommt schlechtes Wetter, wir sollen uns beeilen und nach Süden fliehen …Wir sind nur noch 100 km von Kirkwall entfernt aber es wird leider nichts mit der 25 Euro Landung auf den einsamen Otkneys!

Donald fährt zur Tankstelle mit 20 Kanistern während die anderen die Zelte abbauen… Die Highlands sind schon in den Wolken. Nach dem Start folgen wir ab Inverness dem Loch Ness-Graben mit 1500 Fuss Wolkenuntergrenze. Die ersten Schauer sind schon da aber die Sicht ist gut. Nach ca. 100 km über dem Loch Ness biegen wird in die Berge nach S/W ein, folgen einer Eisenbahnlinie auf einem Hochplateau. Die Wolken hängen direkt über unsere Köpfe aber die Sicht bleibt gut. Ich denke mir, hoffentlich kommt kein Tunnel …und es klappt! Es geht  dann wieder bergab und wir kommen wir raus In Fife (EGPJ) nördlich von Edinburgh, wo die Sonne scheint allerdings mit einem Wind von 25 bis 30 Knoten zum Glück direkt auf die Bahn. In Fife können wir endlich frühstücken und Benzin tanken. Dann geht der Flug weiter wie am Vortag an er Ostküste entlang, mit Ziel York-Rufforth. Wir fliegen wieder unter blauen Himmel und genießen den Flug.
In York-Rufforth  ist der CFI schon mehrmals Gast gewesen. Wir gehören schon sozusagen zu den Stammgästen. Das riesen Club House wird für uns offen gelassen. Alles ist perfekt.

Freitag 1.8: heute steht die Besichtigung von York auf dem Programm. Wir fangen mit dem National Railways Museum an. Es ist eine Sammlung an Filetstücken der Eisenbahngeschichte. Die Technik-Freaks und genießen den Anblick der Exponaten, bis zu den prachtvoll dekorierten königlichen Loks und Waggons. Nachmittags bummeln wir in der historischen Altstadt, voll mit Touristen.

Samstag 2.8: Wir haben Tickets für eine Flugshow in East Kirkby gekauft. Auf dieser alten dis-used airbase versucht eine Gruppe fanatischer WWII Fans eine alte Lancaster wider flugfähig zu machen. Sie rollt schon und es werden Rundfahrten angeboten! Es gibt auch ein Art Museum mit viel Schrott aus dem 2. Weltkrieg. Die Landebahn ist teils das alte Betonvorfeld teils eine Wiese… Die Flugschau ist gut besucht obwohl wir mit unseren RF´s fast die einzigen Besucher aus der Luft sind, weil die Wettervorhersagen für den heutigen Tag miserabel waren …
Nach der Flugschau und einigen Schauern fliegen wir zum nahen Kirton, wo ein CFI England Treffen stattfindet. Wir vom Kontinent sind quasi die einzigen Besucher!!! Die Engländer haben vor den Wetterprognosen kapituliert. So Wir genießen unser letztes BBQ im Clubheim von Kirton.

Sonntag 3.8: gutes Wetter begleitet uns bis nach Frankreich. Wir starten früh um 9:00 und sind um 13:00 wieder in Arras wo der Trip angefangen hatte.

Im Restaurant von Arras verabschieden wir uns – diesmal ohne Gendarmen – und jeder von uns fliegt los Richtung Heimatflughafen. Von den angekündigten Gewittern keine Spur, nur hier du da ein paar einsamen Schauer zur Abwechslung …
Jeder ist zufrieden. Die Großwetterlage war bestimmt nicht ideal für eine solche Tour aber wir haben immerhin fast die komplette geplante Strecke abgeflogen. Also kein Grund zum meckern. Bara beach und Kirkwall werden eine Herausforderun für einen neuen Versuch bleiben !
Als Schlusswort möchte ich den Dank von allen Teilnehmern an Mike Millar ausrichten der Tag für Tag exzellente Flugvorbereitungen ansgesichts der schwierigen Wetterlage lieferte, alle Plätze auf der Strecke abklopfte, um Benzinversorgung und Landegebühren zu prüfen …Dabei brachte  Mike uns bei wie Formationsfliegen RAF-like funktioniert.
Mike, you were perfect ! We all thank you so much !

und hier die Google Fotogallerie:

scotland-flag

PapaFox 22.8

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