Hydrostössel und Rotorcaps= Hinweis und Warnung !

Manche Flugmotorenbau sind ausgerüstet mit hydraulischen Stößeln und Rotorcaps. Der Vorteil liegt darin, dass man das Ventilspiel nicht mehr nachstellen muss und die Rotorcaps sorgen dafür, dass die Ventile sich besser drehen.
Heutzutage sind praktisch alle Motoren mit hydrostößeln ausgerüstet. Damit entfällt die regelmässige Ventilspieleinstellung.
Bei Hydrostößeln gibt es kein Ventilspiel. Im Gegenteil, der Kipphebel drückt permanent mit einer im Werk voreingestellten Vorspannung von1 bis 2 Umdrehungen auf dem Ventilschaft. Aus diesem Grund findet man nichts über dieses Thema im Betriebs- und Wartungshandbuch.

Das Problem bei diesen Motoren liegt darin, dass es dann sehr wenig „Luft“ zwischen Kipphebel und Kante des (dickeren) Rotorcaps gibt und der verbleibende Spalt schwer zu erkennen ist. Das betrifft ganz speziell die Motoren S-2500 der SAUER Flugmotoren GmbH.
Berührt der Kipphebel den Rotorcaps am Rande wird er leicht gekippt und die Kräfte überträgen sich auf die Ventilkeile. Irgendwann nach ein Paar Stunden werden die Keile herausfliegen. Das Ventil fällt in den Zylinder und wird vom Kolben zerstört. Die Metallbrocken verteilen sich in den zwei Zylindern. Der Motor wird stark beschädigt. Die Notlandung ist unausweichlich !

Daher meine Tipp an die Besitzern von (Sauer)-Motoren mit Hydros/Rotorcaps: Bei einer Zylinderkopfmontage unbedingt und peinlich darauf achten , dass die Kipphebel die Rotorcaps nicht berühren !!!

P.F. 23 Okt. 2016

Motorschaden hydros rotocaps 1-001 Motorschaden hydros rotocaps  bMotorschaden hydros rotocaps  c 20161026_142813Höhenunterschied zwischen  Rotorcaps ( links) und  standard Federtellern (rechts).