Live Flugbericht: Санкт-Петербург

Die gesamten letzten Wochen wurden in Speyer von Anspannung, Stress und Vorfreude geprägt. Nachdem, scheinbar unendliche, bürokratische Hürden bezwungen wurden, konnte die so stark ersehnte St. Petersburg Flugtour beginnen:

Freitag 20.5.16:

Mittags brachen von Speyer aus zwei RFs in Richtung Berlin auf. Nach einem kleinen „Aufsammel-Stop“ in Koblenz ging es „direct to“ Oehna, was als gemeinsamer Sammelpunkt für den CFI ausgewmacht war.

Samstag 21.5.16:

Von Berlin aus machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung Olztyn in Ostpolen um dem großen Ziel immer näher zu kommen.

Sonntag 22.5.16:

Heute ging der Flug weiter nach Kaunas zum tanken mit Übernachtung. Die Flugwetterbedingungen perfekt, so gelang der Flug mit pünktlicher Ankunft problemlos. Angekommen in Lithauen, begann gleich eine kleine Sightseeing Tour mit gemeinsamen Abendessen als Abschluss. Später dann noch ein kleines Briefing für den bevorstehenden Einflug nach Russland. Es wurden im Vorraus von den Behörden genaue Einflugrouten vorgeschrieben die mit dem Tagesziel Weliki Nowgorod, noch ca. 160km südlich von St. Petersburg, enden. In Pskov ist noch ein Zollstop vorgesehen.

Montag 23.5.16:

Ein Abenteuerlicher Tag. Das Tagesziel Nowgorod ist angepeilt einschließlich des Grenzüberfluges in Russland. Der benötigte und aufgegebene Flugplan konnte nicht aktiviert werden und ist im Äther des russischen Verwaltungssystems verschollen. Darauf musste schnell improvisiert werden und der Flugplan an den schlecht englisch sprechenden FIS Lotsen durchgegeben werden. Die Ankunft auf dem Zollflugplatz Pskov war problemlos. Nur an der Veständigung und dem eher marginalen Englisch haperte es zeitweilen. Gefühlte 500 Zoll und Grenzbeamte nahmen uns in Empfang und „betreuten“ uns. Es dauerte Ewigkeiten. Danach kam die nächste Hürde: Das Leadimg Flugzeug, ohne welches wir nicht fliegen durften, ließ auch auf sich warten, sodass wir letztendlich erst wieder gegen 20:30 starten konnten. Auf dem Weg nach Nowgorod war noch ein zwingend erforderlicher Tankstop geplant. Trotz der fortgeschrittenen Zeit, ginge zum tanken. Die letztendliche Ankunft am Zielflugplatz war kurz nach 22 Uhr. Jeder Empfang der ansässigen Russen ist immer herzlich und freundlich.

Dienstag 24.5.16:

Nach einem tollen Flug bei super Wetter kam die Gruppe, mit Anflug direkt über die Stadt, in St. Petersburg an. Allerdings kommt die zurückgelegte Flugstecke über Russland wie eine rießige Einöde vor: Lediglich unendliche Weiten voller Bäume, in einer vorgeschriebenen Höhe von 300m, waren zu sehen. Der ursprüngliche Zielflugplatz Manushki konnte wegen angeblich zu kurzer Bahn nicht angeflogen werden. Nach der Landung ging es dann trotzdem per Auto dorthin zum feiern.

Mittwoch 25.5.16:

Heute ist zur Abwechslung kein Flug angesetzt: Dafür allerdings eine Bootsfahrt auf dem Fluss Niva. Danach soll eine Stadtführung stattfinden. Und ein Besuch des imposanten Petershof.

Donnerstag 26.5.16:

Heute stand bei der Gruppe ein gemeinsamer Flug über die Stadt und Umgebung auf dem Plan. Später wurde eine Bootsfahrt durch die Kanäle St. Petersburgs gemacht.

Freitag 27.5.16:

Die Tour neigt sich dem Ende. Heute war Aufbruch aus St. Petersburg über Pskov zum Zoll, dannach wieder Kaunas in Lithauen. Da sich das Wetter in Russland allmählich verschlechtert, ist dies auch der richtige Zeitpunkt um „До свидания“ zu sagen.

Samstag 28.5.16:

Auch auf dem Rückweg in Richtung Deutschland machte sich das Wetter bemerkbar. Von Kaunas ging es wieder durch komplett Polen nach Oehna, was auch der Anfangstreffpunkt war. Der Abflug am nächsten Morgen sollte um 6 Uhr sein, da sich die Wetterbedingungen stetig verschlechterten.

Sonntag 29.5.16:

Die GAFOR Meldungen gaben nicht die blendensten Bedingungen von sich. Dennoch begann der Flug in Richtung Heimat. Weil die Wolkenuntergrenze immer weiter absank, entschied sich die Gruppe in Halle an der Saale die Tour zu beenden und das letzte Stück mit dem Mietwagen zurückzulegen.


Jeden Tag senden mir Patrick und Cheesy Bilder, Impresionen und kleine Texte zu. Ich versuche diese so gut wie möglich aufzubereiten.

Mai 2016 | Joel Lehmann