Schottland 2014

Alle Schottlandflieger sind gesund uns heil zurückgekommen, Das Wetter war nicht ganz so gut wie in Norwegen 2013. Die Route mußte geändert werden – on the fly. Hier die tatsächlich geflogene Route. Und unten folgt der Bericht  von Patrick.

Irland / Schottlandflug 2014

Diesmal waren es „nur“ 8 RF´s, 5 RF5 und 3 RF4 am Start für den gewagten Flug mit gestecktem Endziel Kirkwall auf den Orkney Islands.
Trotz unsicherer Wetterlage erreichen wir alle am Samstag den 26. Juli 2014 den gemeinsamen Treffpunkt Arras in Nordfrankreich. Arras ist kein „Zollplatz“ – macht aber nix – dafür gibt es ein Restaurant und vor allem Super Plus und  keine Landegebühr!  Nach dem zufälligen Besuch der Gendarmerie geht es los nach England. Der Kanalüberflug von Cap Gris Nez bis Lyyd ist problemlos. Dann folgen wir der Küste bis Popham (EGHP). Popham ist ein bekannter Flugplatz. Heute findet da „Auster Vintage Fly-in“ statt. Es ist praktisch: die Versorgung für die Camper ist gesichert.
Eine Delegation der „Border Force“ wartet auf uns, die uns kontrolliert, ob wir vielleicht doch Terroristen sein könnten! Seit einiger Zeit muss für jede Ein- und Ausreise einen sog. „GA Report“ mit allen Angaben über Flugzeug und Crews per E-Mail an die Border Force geschickt werden.  Mike, unser britischer Begleiter und Präsident des UK CFI ist schon dort und begrüsst uns.

Der Sonntag fängt mit Reparaturen an: die Lichtmaschine einer R5 ist kaputt. Mike fliegt nach Hause und bringt gleich  2 Stück zurück. Lieder passt keine auf den Limbach 2000. Schließlich wird die AM die ganze Tour mit Batteriestrom fliegen. Wir wechseln die Batterie täglich und laden sie in einem anderen Flugzeug.
Das nächste Ziel ist Ballyboy 60 km N/W von Dublin in Irland. Die Idee auf der Isle of Man Zwischenstation zu machen ist an der utopischen Lande- und Handlingsgebühr gescheitert. Auch der Direktflug über Caernarfon (Nordspitze Wales) ist nicht möglich weil das Wetter dort schlecht ist. Der Weg geht über die Südspitze Wales mit einer Zwischenlandung in Haverfordwest (EGFE). Die Landegebühr beträgt 21 Euro. Wir merken jetzt , fliegen in UK kostet eine Kleinigkeit !
Wir überqueren die 80 km breite Irische See und stoßen an der Süd-Ostküste Irland am Greenore Point. Dann folgen wir der Küste nach Norden bis Dublin. In Popham hatten wir den Tipp bekommen, dass es sehr einfach sei, mitten über Dublin zufliegen. In der Tat. bekommen wir die Freigabe von Dubin Tower bis zu den Chimneys des Kraftwerks weiter zu fliegen und dann nach Westen entlang der River zu folgen. Der 8-er Verband überfliegt das Herz von Dublin in 1000 Fuß! Einmalig!!

Wir landen in Ballyboy (EIMH). Bernard Cullen, vom Beruf Farmer,  ist der Besitzer und Betreiber der Platform. Er, seine Frau und einige befreundete Piloten empfangen uns prächtig. Der BBQ mit viel Guiness ist vorbereitet. Die Rindersteaks sind aus seiner eigenen Zucht. Lecker!!!
Mike – unser Engländer und ehemaliger RAF-Pilot – ist zum ersten Mal in Irland (!!!) . Er ist auch begeistert. Offensichtlich meiden die Engländer Irland ….. Um so glücklich sind die Irren über den Besuch dieser MoSe-Truppe. So etwas haben sie nicht jden Tag !

tatsächliche Route des Schottlandfluges 2013

tatsächliche Route des Schottlandfluges 2014.  Karte anklicken zum vergössern.

Montag 28.7: der geplante Weiterflug zur nordwestliche Küste Schottlands nach Glenforsa können wir vergessen. Dort ist das Wetter schlecht. Mit der Landung auf dem Strand  von BARA  wird es leider nichts ! Es ist so nett hier in Ballyboy,   dass wir uns für einen Tag Pause entscheiden .

Dienstag 29.7:  Wir fahren nach Dublin mit dem Bus und bummeln durch die irische Hauptstadt. Wenigstens hätten wir ein bisschen was vom Lande gesehen !

Mittwoch 30.7: Mike studiert stundenlang die Wetterprognosen mit seinem Laptop. Ergebnis: die britische Ostküste ist bis Nord-Schottland gut fliegbar und  es soll so bleiben die nächsten Tagen.   Wir ziehen die Life Jackets wieder an und starten Richtung Nord Ost entlang der Küste um dann die Irische See nochmals zu queren. Rechts von uns sehen wir die Isle of Man …Dann kreuzen wir Nordengland. Das Land ist  so gut wie nicht besiedelt.  Wir erreichen Eshort, einen Kleinen Flugplatz nördlich von Newcastle an der Ostküste. In GB ist es mit dem Sprit nicht einfach. Man muss bei jedem Flug unbedingt prüfen wo es Sprit gibt und wie hoch die Landegebühr sein wird!
Der Flug geht weiter entlang der Küste Richtung Norden. Es ist No Man´s Land für Schaffe! nur Pampa .. bis Zur Mündung vom Firth of Forth bei Edinburgh. Wir überqueren den 15 km breiten Firth und stechen direkt mit direkten Kurs über die schottischen Highlands Richtung Inverness. Die Highlands sind nicht sehr hoch (4300 Fuss) Schneereste sind noch zu sehen. Licht und Sicht in der Abendsonne sind hervorragend. Wir genießen den Flug, trotz starkem Gegenwind.
Nördlich von Inverness erreichen wir schließlich unser Tagesziel Dornoch, wo unser CFI Freund Donald McNichol auf uns wartet. Es ist 20:00 abends und wir beeilen uns in den Ort um etwas zu essen da die Restaurants schon schließen.
Die Zelte später werden bei Dunkelheit mit Taschenlampen aufgebaut.

Donnerstag 31.7: 7:00 wir schlafen noch. Donald steht auf der Matte und weckt die Truppe auf. Schnell sagt er, es kommt schlechtes Wetter, wir sollen uns beeilen und nach Süden fliehen …Wir sind nur noch 100 km von Kirkwall entfernt aber es wird leider nichts mit der 25 Euro Landung auf den einsamen Otkneys!

Donald fährt zur Tankstelle mit 20 Kanistern während die anderen die Zelte abbauen… Die Highlands sind schon in den Wolken. Nach dem Start folgen wir ab Inverness dem Loch Ness-Graben mit 1500 Fuss Wolkenuntergrenze. Die ersten Schauer sind schon da aber die Sicht ist gut. Nach ca. 100 km über dem Loch Ness biegen wird in die Berge nach S/W ein, folgen einer Eisenbahnlinie auf einem Hochplateau. Die Wolken hängen direkt über unsere Köpfe aber die Sicht bleibt gut. Ich denke mir, hoffentlich kommt kein Tunnel …und es klappt! Es geht  dann wieder bergab und wir kommen wir raus In Fife (EGPJ) nördlich von Edinburgh, wo die Sonne scheint allerdings mit einem Wind von 25 bis 30 Knoten zum Glück direkt auf die Bahn. In Fife können wir endlich frühstücken und Benzin tanken. Dann geht der Flug weiter wie am Vortag an er Ostküste entlang, mit Ziel York-Rufforth. Wir fliegen wieder unter blauen Himmel und genießen den Flug.
In York-Rufforth  ist der CFI schon mehrmals Gast gewesen. Wir gehören schon sozusagen zu den Stammgästen. Das riesen Club House wird für uns offen gelassen. Alles ist perfekt.

Freitag 1.8: heute steht die Besichtigung von York auf dem Programm. Wir fangen mit dem National Railways Museum an. Es ist eine Sammlung an Filetstücken der Eisenbahngeschichte. Die Technik-Freaks und genießen den Anblick der Exponaten, bis zu den prachtvoll dekorierten königlichen Loks und Waggons. Nachmittags bummeln wir in der historischen Altstadt, voll mit Touristen.

Samstag 2.8: Wir haben Tickets für eine Flugshow in East Kirkby gekauft. Auf dieser alten dis-used airbase versucht eine Gruppe fanatischer WWII Fans eine alte Lancaster wider flugfähig zu machen. Sie rollt schon und es werden Rundfahrten angeboten! Es gibt auch ein Art Museum mit viel Schrott aus dem 2. Weltkrieg. Die Landebahn ist teils das alte Betonvorfeld teils eine Wiese… Die Flugschau ist gut besucht obwohl wir mit unseren RF´s fast die einzigen Besucher aus der Luft sind, weil die Wettervorhersagen für den heutigen Tag miserabel waren …
Nach der Flugschau und einigen Schauern fliegen wir zum nahen Kirton, wo ein CFI England Treffen stattfindet. Wir vom Kontinent sind quasi die einzigen Besucher!!! Die Engländer haben vor den Wetterprognosen kapituliert. So Wir genießen unser letztes BBQ im Clubheim von Kirton.

Sonntag 3.8: gutes Wetter begleitet uns bis nach Frankreich. Wir starten früh um 9:00 und sind um 13:00 wieder in Arras wo der Trip angefangen hatte.

Im Restaurant von Arras verabschieden wir uns – diesmal ohne Gendarmen – und jeder von uns fliegt los Richtung Heimatflughafen. Von den angekündigten Gewittern keine Spur, nur hier du da ein paar einsamen Schauer zur Abwechslung …
Jeder ist zufrieden. Die Großwetterlage war bestimmt nicht ideal für eine solche Tour aber wir haben immerhin fast die komplette geplante Strecke abgeflogen. Also kein Grund zum meckern. Bara beach und Kirkwall werden eine Herausforderun für einen neuen Versuch bleiben !
Als Schlusswort möchte ich den Dank von allen Teilnehmern an Mike Millar ausrichten der Tag für Tag exzellente Flugvorbereitungen ansgesichts der schwierigen Wetterlage lieferte, alle Plätze auf der Strecke abklopfte, um Benzinversorgung und Landegebühren zu prüfen …Dabei brachte  Mike uns bei wie Formationsfliegen RAF-like funktioniert.
Mike, you were perfect ! We all thank you so much !

und hier die Google Fotogallerie:

scotland-flag

PapaFox 22.8