Club Fournier International

Hervorgehoben

1987 in Paris gegründet ist der CFI ein Verein, der die Liebhaber von RF-Flugzeugen zusammenführt, ihnen einen Erfahrungsaustausch ermöglicht und eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten bietet. RF steht für René Fournier, geboren 1921 in Tours an der Loire, Konstrukteur und Vater der modernen Motorsegler. Rund 250 Fans sind weltweit CFI-Mitglieder. In Deutschland, wo die meisten RF-Motorsegler beheimatet sind, haben sich etwa 80 Enthusiasten dem CFI Deutschland e.V., von Patrick Faucheron gegründet 1996 und mit Sitz in Speyer, angeschlossen.

Motorsegler werden leider mehr und mehr von Ultraleicht-Flugzeugen (sog. UL´s) verdrängt und Motorsegler finden immer weniger Enthusiasten. Die Ausnahme sind eben RF´s, Motorsegler die nach wie vor gesucht sind und deren Marktwert beständig bleibt.

Deutschland-Tour (22-30 Juli 2017)

Die Vorbereitungen für die Deutschlandtour sind soweit fertig. Es werden ab dem 22.. Juli 17 RF Motorsegler aus 5 Ländern ( D, F, I, NL und B) rund um Deutschland zusammenfliegen. Abschluss der Tour wird am Wochenende 29-30 Juli in Siegerland sein, wo alle CFI Mitglieder und RF eingeladen sind.
Das Flugprogramm sieht foglende Etappen vor.

Freitag  21.7=  zusammentreffen (Ausländer) in Hockenheim EDFX

Samstag 22.7= LFSH / Sternflug  nach Schleissheim  EDNX   280km    Nachmittag / Abend : München.

Sonntag  23.7 : Vormittag : Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim.

Sonntag Nachmittag: Flug nach  Pirna EDAR  (Dresden) 350 km .

Montag 24.7 = Dresden

Dienstag 25.7 = Strausberg (Berlin) EDAY 180 km

Mittwoch 26.7 = Tag in Berlin

Donnerstag  27.7=  EDAY / Pennemünde (EDCP) 175 km dann Stralsund (EDBV) 50 km

Freitag 28.7= Küstenflug  bis Uetersen  EDHE (Hamburg) =  250  km .

Dann  EDHE – Wyk auf Föhr ( EDXY)  150 km   .

Samstag 29.7 =   Wyk  –  Siegerland EDGS 450 km  – CFI DE Jahrestreff bei  LSV Hellerthal.

Sonntag  30.7 = Heimflug

Patrick Faucheron 3.7.2017

CFI Flug nach Sardinien: 24.–28.Mai

14 RF-Besatzungen (8D, 5F und 1It) haben an diesem ersten CFI Ausflug des Jahres teilgenommen. Treffpunkt der Teilnehmer war Bremgarten (EDTG) bei bestem Wetter, um dann gemeinsam entlang der Schweitzer Grenze über Grenoble nach Gap in den Alpen weiter zu fliegen. In Gap befindet sich die ideale Infrastruktur für eine Übernachtung. Nach einem 20-Minutenmarsch ist man im Ort Tallard, wo die Gruppe in der „Pizzeria du Chateau“ sich zusammen gefunden hat.

Donnerstag 25.5.

(Christi Himmelfahrt): Italien hat wegen dem G7 Treffen in Taormina die Grenzen geschlossen und wir müssen über einen Zollflugplatz einreisen. Von Gap starten wir gen Osten, passieren die Alpen am Col de Larche in 7000ft und sinken langsam auf der italienischen Seite mit Südkurs über die Apenninen nach Albenga an der Küste, dem „Airport of entry“, herunter.

In Albenga gibt es keinen Taxiway parallel zu dem 1400m langen Runway und der Afiseur (Tower Mensch) weist uns an, gleich auf die Bahn zum Vorfeld zurück zu rollen („backtrack“), eine Aufforderung die wir nicht befolgen können, weil die Flugzeuge alle hintereinander im Endteil sind. Nach dem Ausrollen verlassen wir alle die Bahn auf eine „gesperrte“ Intersection und warten bis die restlichen Maschinen am Boden sind. „Not amused“ kündigt uns der Tower-„Unmensch“ an, einen „Rapport“ zu schreiben(???). Das Intermezzo in Albenga kostet uns über eine Stunde, 22 Euro „Begrüßungsgebühr“, um unsere Pässe zu zeigen, bevor wir weiterreisen können. Wir setzen dann den Flug an der Küste entlang fort. Nachdem „Genua-Tower“ uns erlaubt an der, im Meer gebauten Landebahn vorbei zu fliegen. Später müssen wir  die „P-Zonen“ von La Spezzia im Inland umfliegen. Dies bringt uns Nahe an die eindrucksvollen Steinbrüche von Carrara, wo seit Jahrtausenden weißer Marmor abgebaut wird. Kurz später erreichen wir Lucca. Fausto aus Bozen erwartet uns schon. Nach dem Tanken geht es weiter über Elba mit anschließendem Kurs auf Korsika, noch 60 km entfernt. Die Wetterlage ist fantastisch, mit Sicht bis nach Ibiza und kein Wind; Alles Paletti.

Ab Bastia geht es herunter an der Ostküste Korsikas weiter. Wir passieren die Airbase von Solenzara (-heute ist Feiertag und es gibt keinen Krieg), bevor wir Bonifaccio an der Südspitze erreichen. Wir überspringen die 15 km Meeresenge und sind in Sardinien. Noch weitere 70 km gen S/W und wir erreichen unser Ziel Platamona, eine Aero Superficia, also ein UL Flugplatz ein paar km von Porto Torres entfernt. Nach einigen Vollkreisen erkennen wir die Bahn am kleinen, rot-weißen Hangar. Die Landung auf dieser kurzen und schmalen Bahn ist anspruchsvoll, weil wir von der Sonne in die Augen geblendet werden. Alle kommen heil runter, bis auf ein kleines, kaputtes Stützbein.

Die Franzosen entscheiden sich fürs Camping trotz rudimentären Bedingungen. Die anderen fahren mit dem Taxi ins Hotel Elisa, direkt an der Marina von Porto Torres und genießen ein gutes Abendessen in der Pizzeria Garibaldi, angeblich die beste von ganz Sardinien.

Freitag 26.5.

Heute ist ein Rundflug der Insel geplant, mit einer Pause auf dem Flugplatz von Parteolla, 15 km nördlich von Cagliari entfernt. Nach dem Abflug stechen wir mit Westkurs zum Meer und fliegen über Alghera nach Süden an der Küste entlang, bis Oristano (LIER). Ab Hier müssen wir die Küste wegen Militäraktivitäten verlassen und nehmen Direktkurs auf Parteolla. Dort wird vorwiegend Fallschirm gesprungen. Die 750m Bahn ist viel angenehmer als Platamona. Am Clubheim wartet ein tolles italienisches Essen auf uns. Es ist angenehm warm.

Nach einer längeren Pause auf den Liegestühlen starten wir wieder. Diesmal Richtung Ostküste und überfliegen zuerst ein karges, menschenleeres Berggebiet, bevor wir die Küste bei Tortoli (Arbatax) wieder erreichen.

Die Küste ist extrem steil mit hohen Klippen. Das Meer ist wunderschön Smaragd-blau gefärbt, daher der Name Costa Smeralga oder Smaragd-Küste.

Im Norden angekommen überfliegen zuerst die Avia Superfica von San Teodoro, eine bekannte UL-Basis und bekommen dann eine Freigabe für den Überflug von Olbia (LIEO), ein Flughafen mit intensiven Charterbetrieb.

Wir runden dann die Nordspitze Sardinien um, bebaut mit prachtvollen Villen und Marinas, da wo die schönen und reichen lieber unter sich bleiben. -Ich dachte mir –jaja- Italien was für ein armes Land am Rande der Pleite, mit so vielen armen Menschen. Dies könnte einem leidtun!

Wir passieren wieder den Capo Testo gegenüber Bonifaccio und fliegen das letzte Stück wie gestern bis Platamona, wo wir diesmal mit der Sonne im Rücken landen.

Wie gestern fahren wir mit den Taxis zum Hotel Elisa und genießen den Abend an der Terrasse unseres „Stammlokales“ Garibadi.

Samstag 27.5.

Heute wollen wir den Heimflug antreten. Die 4 Franzosen wollen direkt über Korsika über das Große Meer bis Cannes und  tarten als erste. Die deutsche Gruppe will über Elba nach Montagnana in Norditalien, wo eine Übernachtung eingeplant ist. 6 Maschinen starten zuerst jedoch 4 bleiben hinterher um kleine technische Probleme zu lösen. Wie beim Hinflug ist die Großwetterlage ideal, mitten in einem riesen Hochdruckgebiet. Die letzten 4 erreichen Lucca, als die ersten 6 wieder starten.

Nach dem Tanken und einer Erfrischungspause macht nach dem Anlassen der Zündmagnet einer RF4 wieder Probleme und der Motor kommt nicht auf Touren. Zum Glück hat die Maschine eine elektrische Zweitzündung und die Gruppe startet. Allerdings nicht nach Montagnana zu der anderen, sondern nach Envie, westlich von Turin zu unserem Freund Eugenio, weil wir bei Ihm den Zündmagnet reparieren können. Es folgt wieder ein 2 Stunden Küstenflug. Aber diesmal müssen wir Genua weit ins Meer umfliegen, nicht wegen Trump und Co. sondern wegen des Heiligen-Vaters zu Besuch in Genua.

Wir überfliegen die Apenninen wieder, diesmal bei schlechter Sicht und erreichen Eugenios Farm und Airbase, einem Acker der den anderen so ähnelt, dass wir nicht erkennen, welche Wiese die richtige Landebahn ist. Nach mehreren Anläufen peilen wir schließlich die richtige Wiese an und landen.

Es ist unser erster Besuch in seinem berühmten Bauernhof, mit zugelassenem LTB zugleich. Eugenio zeigt uns die „ Zimmer“ die bestimmt seit 200 Jahren nicht renoviert wurden. Dirk und Rene schlafen lieber draußen im Zelt.

Eugenio bereitet ein formidables Essen vor. Leider war weder Bier noch Wein da; dafür genug Prosecco im Schrank, die keiner trinken will – behauptet er. Wir sind nicht so wählerisch und entsorgen das süße Getränk!

Sonntag 28.5.

Eugenio hat schon für uns Kaffee gekocht und schraubt an einer Cessna. Werkzeug-Rollwagen und Hebekran stehen schon bereit. Cheesy und ich legen los und 1 Stunde später hängt der Motor am Kran. Der Fehler im Zündmagnet ist schnell ermittelt und beseitigt. Um 12.00 ist die Reparatur beendet und der Motor der RF4 läuft wieder normal.

Um 14.00 starten wir mit Ziel Kempten. Wir fliegen östlich von Turin bis zum Lago Majore, umfliegen die Milano-CTR im Norden bis Como. Dann fängt der Steigflug entlang des Como Sees bis zum 7000ft hohen Passo Monte Spluga und es geht bergab durch die Schweiz bis Chur, ein Stück Österreich streifend, bis Bregenz, wo der Rhein in den Bodensee mündet.

Nach 2,5 h sind wir in Kempten. Es war eine schöne und gemütliche Alpenüberquerung ohne lästigen und überflüssigen Funkverkehr!

1,5h später sind wir wieder in Speyer, wohl erhalten.

5 Tage, 22 Flugstunden, 3300 km und das alles bei einem Kaiserwetter! Wir waren alle einfach glücklich, dass alles so gut geklappt hat.

Zum Schluss einen großen Dank an unsere italienischen Freunde: Fausto, der den Flug nach Sardinien arrangiert hatte, da ohne ihn dieser Flug gar nicht möglich gewesen wäre. Und großen Dank an Eugenio, den wir regelrecht überfallen hatten und uns trotzdem so nett empfangen hatte.

So was geht doch nur im CFI!

Patrick Faucheron

14.06.2017

Treffen in Bremgarten

Ankunft in Gap

Flugzeug Check in Gap

Parking in Platamona

Costa Smeralda

Hauptversammlung 25.3.2017 in Worms

Liebe CFI Mitglieder , Liebe Freunde
Die schriftliche Einladung zur Versammlung mit der Tagesordnung am 25.3.2017 wurde Ende Dezember per Brief verteilt. Wer sie nicht bekommen hat, wird gebeten sich bei mir zu melden.
Bis jetzt liegen wenige Anmeldungen vor. Die Anmeldung ist nicht zwingend aber es hilft  bei der Vorbereitung des Treffens !
Für die jenigen die in Worms übernachten möchten, schlage ich vor,  im „Alten Rudderhaus“ ein Zimmer zu buchen. Das Hotel liegt an der Rheinbrücke und ist leicht zu erreichen. Es ist schöner, wenn alle im selben Hotel übernachten.
Preise wie folgt: EZ 63,50 DZ 98,50 inkl. Frühstück . Jeder sollte selber buchen, telefonisch 06241-3086200 oder über internet.
Patrick
06205-33270 oder p.faucheron@web.de

RF5 = Check your rudder cables !

Hier unten 2 Schäden an den Steuerseilführungen !

Hier unter dem vorderen Sitz hat das Steuerseil am Sperrholzboden solange gerieben bis das Seil gerissen ist ! Zum Glück am Boden nach der Landung !20161007_160845

 

20160821_094644

Hier oben ist durch den Druck an der Umlenkung der Seitenrudderseilen die Verstärkungsleiste im Rumpf geplatzt und die Seile haben sich nach unten durchgebissen !

Fazit : Steuerseilen bei der Jahreskontrolle unter die Lupe nehmen und  diese zwei Stellen sorgfältig  prüfen !

PF 25.10.2016

 

Hydrostössel und Rotorcaps= Hinweis und Warnung !

Manche Flugmotorenbau sind ausgerüstet mit hydraulischen Stößeln und Rotorcaps. Der Vorteil liegt darin, dass man das Ventilspiel nicht mehr nachstellen muss und die Rotorcaps sorgen dafür, dass die Ventile sich besser drehen.
Heutzutage sind praktisch alle Motoren mit hydrostößeln ausgerüstet. Damit entfällt die regelmässige Ventilspieleinstellung.
Bei Hydrostößeln gibt es kein Ventilspiel. Im Gegenteil, der Kipphebel drückt permanent mit einer im Werk voreingestellten Vorspannung von1 bis 2 Umdrehungen auf dem Ventilschaft. Aus diesem Grund findet man nichts über dieses Thema im Betriebs- und Wartungshandbuch.

Das Problem bei diesen Motoren liegt darin, dass es dann sehr wenig „Luft“ zwischen Kipphebel und Kante des (dickeren) Rotorcaps gibt und der verbleibende Spalt schwer zu erkennen ist. Das betrifft ganz speziell die Motoren S-2500 der SAUER Flugmotoren GmbH.
Berührt der Kipphebel den Rotorcaps am Rande wird er leicht gekippt und die Kräfte überträgen sich auf die Ventilkeile. Irgendwann nach ein Paar Stunden werden die Keile herausfliegen. Das Ventil fällt in den Zylinder und wird vom Kolben zerstört. Die Metallbrocken verteilen sich in den zwei Zylindern. Der Motor wird stark beschädigt. Die Notlandung ist unausweichlich !

Daher meine Tipp an die Besitzern von (Sauer)-Motoren mit Hydros/Rotorcaps: Bei einer Zylinderkopfmontage unbedingt und peinlich darauf achten , dass die Kipphebel die Rotorcaps nicht berühren !!!

P.F. 23 Okt. 2016

Motorschaden hydros rotocaps 1-001 Motorschaden hydros rotocaps  bMotorschaden hydros rotocaps  c 20161026_142813Höhenunterschied zwischen  Rotorcaps ( links) und  standard Federtellern (rechts).

Dankschreiben von Mike Millar nach dem Frankreichflug

Guten Tag meine guten CFI Freunde. Wie Ihr wisst hatte ich ein schwieriges Problem als sich meine Haube während des Fluges öffnete, kurz nach dem Start in Arcachon. Gleichwohl dank der unglaubichen Freundschaft und dem Erfolg unserer großen CFI Familie daher war für mich die Reise kein Unglück. Mehrere Mitglieder sind mir sofort zur Hilfe geeilt . Ich wurde nach Mimizan eskortiert ohne Kopfhörer und ohne Funkverbindung, mit den Flugzeugen von Patrick de Sèze, Jean Claude Lauvergnat und Michel Malignon. Durch unglaubiches Glück , Mimizan, ist nur 10 km vom Haus von Marie Helene de Sèze entfernt , und ich wurde eingeladen dort zu bleiben. Mein guter Freund Jean Marie Panneau von Le Louroux hat mir dankenswerter weise seine RF5 Haube angeboten, daraufhin hat Patrick mir geholfen einen Wagen zu mieten um nach Le Louroux zu fahren und die Haube zu übernehmen. Freitag bin ich dann in Le Louroux angekommen, wo Jean Marie und Brigitte mir dankenswert Quartier gegeben haben. Wir haben dann die Gruppe in Montlucon zu einen unvergesslichen Wochenende mit unseren Freunden des CFI wieder getroffen. In Amboise , hat Rene das Flugzeug inspiziert und ein offizielles Dokument erstellt, mit der Aussage, dass die RF5 in Ordnung ist und fliegen kann, alles um die Administration zufrieden zustellen. Man kann die Autorität des Konstrukteurs nicht ausser Frage stellen. Im Moment bleibe ich bei Jean Marie und Brigitte und ich glaube am Mittwoch nach England zurückzukehren.
Ich möchte meine Dankbarkeit an Euch alle ausdrücken, vor allem Patrick und Marie Hélène welche einen Teil der Reise wegen mir ausliessen, Jean Marie und Brigitte Panneau , und unseren vorzüglichen René, unseren Chef der Familie und Fixstern um eine Lösung meines Problems zu finden. Auch Jean Claude und Marie Claire Lauvergnat welche ausgestiegen sind um mir in Mimizan zu helfen, wobei Sie eigentlich mit der Organisation der Tour stark beschäftigt waren, und mich auch zu sich nach Hause eingeladen haben.
Die Organisation der Tour de France und die Versammlung in Montlucon war super. Danke an Marie Claire und Jean Claude , Vincent , Michel und die ganze Mannschaft die dies möglich gemacht hat. Danke auch an alle welche Zweifel hatten dass meine Haare explodierten. Erstaunlicher weise sind sie noch auf meinem Kopf und sie wurden nicht grau , noch nicht. Sicher die Götter Fournier haben über mich gelacht. Es geht nicht ohne zu sagen ,wenn Ihr einmal auch ein Problem habt ,rechnet mit mir um Euch zu helfen.

Mike Millar
CFI-UK Vice President

Flugbericht Frankreich 2016

Einige CFI Events mussten leider im Laufe dieser Saison wetterbedingt abgesagt werden, auch der Flug nach Irland verlief nur unter schwierigen Wetterbedingungen. Der Frankreichrundflug mit Abschluss in Montlucon-Domerat im Zentral Massiv sollte dafür mit Erfolg gekrönt sein. Die ganze Woche vom 28. August bis Sonntag, den 4. September herrschte strahlend blauer Himmel über ganz Frankreich.

Ich konnte mit meiner F-COPF die „Patrouille des Fourniers“ erst am Donnerstag in Grauhet (LFCQ) in der Nähe von Toulouse einholen. Nach einem Umweg über meine Heimat im Westen stieß ich dort auf die 12 RF´s, welche vorher den Rundflug gemeinsam begonnen hatten. Zwei der Truppe waren gezwungenermaßen zurück geblieben. Bei Mike aus England hatte sich die Haube im Flug geöffnet und wurde dadurch stark beschädigt.

Die Teilnehmer hatten sich am Sonntag den 28.8. in Challes bei Chambéry getroffen und waren zuerst in der Bretagne, um danach entlang der Atlantikküste bis ins Baskenland zu fliegen. Gastgeber in Grauhet war Vincent Barelli, ein junger Ingenieur bei Airbus und stolzer Besitzer einer RF3. Vincent hatte ein Super BBQ in seinem Clubheim organisiert und Mogas organisiert.

Claus und Martine Maier (D-KAAL) sowie sein untrennbarer Adjutant Eberhard mit ihren knall-gelben Maschinen hatten unsere Ehre gerettet. Sie waren bisher die einzigen Vertreter der deutschen CFI-Fraktion bei diesem Flug. Fliegen wie Gott in Frankreich… Eine Woche lang mit Sicht von Pol zu Pol, Thermik ohne Ende (fast zu viel für meinen Hintern) und fast niemand nimmt teil…Flug und Termin waren doch seit April bekannt! Was ist den los mit der sonst so fluggeilen deutschen CFI Truppe?

Am Freitag flog der Pulk mit Nordkurs entlang der „Chaine des Puys“, jene Kette von erloschenen Vulkanen bis Montlucon-Domerat (LFLT). Der Platz liegt fast in der Stadt und unterliegt Nutzungsbeschränkungen. Für die gemeldeten CFI Maschinen lag eine Sondergenehmigung vor. Dank des guten Wetters trudelten zum Wochenende dann immer mehr Maschinen zum Abschluss-Fly-In ein. Die letzten 3 RF3‘s aus St. Avold machten einen wunderschönen Formationsüberflug kurz vor Sonnenuntergang. Am Ende waren somit gut 40 Maschinen versammelt.

Am Samstag gab es die Besichtigung eines interessanten Musik-Museums und eine Nachmittags-Führung durch die Altstadt von Montlucon.

Am Samstagabend wurden vor dem Buffet unter einem großen Zelt die üblichen Ehrenansprachen gehalten, wie auch vom stellvertretenden Bürgermeister. René Fournier war dabei, munter wie immer und stolz die englische Fassung seiner Memoiren vorzustellen: „My Dream and My Aeroplanes“, so heißt die englische Fassung des spannenden Buchs „Mon Rêve et Mes Combats“. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das 40. Anschaffungs-Jubiläum der Vereins RF6 gefeiert.

Am Sonntag verließen wir Montlucon fluchtartig in der Früh. Wir wussten, es wird bezüglich des Heimfluges knapp, da eine Schlechtwetterfront in Anmarsch war. Dank gutem Rückenwind konnten wir in absolut ruhiger Luft die 550 km in nur 3 Stunden bewältigen. Selbst der locker zu bewältigende Regenschauer am Ende meiner Reise konnte ich locker überwinden.

Eine schöne Luftwanderung mit einem grandiosen Abschluss. Schade für diejenigen, die dieses Event verpasst haben!

September 2016 | Patrick Faucheron

Flugbericht Irland 2016

Die Teilnahme der deutschen Teilnehmer stand von Anfang an unter keinem guten Stern…
Berufliche Gründe, Technische Mängel, Wetter, und auch eine kaputte  Haube Crash machten den Deutschen die Teilnahme an der Tour größtenteils einen Strich durch die Planung…

Nach Anmeldung anfänglich von 11 Teilnehmern aus Deutschland machten sich zum Tour Start letztendlich nur insgesamt 3 Teilnehmer auf den Weg:

Patrick(RF5) und Sabine (RF4) flogen wetterbedingt  erst am Sonntag los  nach Abbeville /F, um dort auf die Italiener und Franzosen zu stoßen, kamen aber zu spät an und verpasste den Anschluss

Ich hingegen hatte die direkte Linie gewählt: Bei doch sehr diesigem Wetter in max.1000ft und  „poor Visibility“ ging es Samstagmittag von meiner Basis EDXI nach Texel EHTX (1,5h). Während die Nordfriesischen Inseln alle in X-Ray Bedingungen waren, hatte Texel so gerade 1100ft Ceiling, um angeflogen werden zu können. Man begrüßte mich dort sehr respektvoll, man hatte wohl meinen Flugplan gesehen und klopfte mir anerkennend auf die Schulter: („long trip…, take care…“) was mir aber nicht so viel Mut machte…

Wie es oft so ist, 3min westlich Texel löste sich alles in Wohlgefallen auf, in strahlendem Sonnenschein ging es über die Nordsee, auch UK war noch sonnig, aber schon die Berge von Wales mussten umflogen werden: die Wolken kamen tiefer… und schließlich verlor ich Kontakt zum London FIS Radar-Service. Hinaus ging es auf die Irish Sea, unter einer sehr tiefen Wolkendecke  aber immer mit dem sonnigen Horizont über dem Meer… Nach 3,5 h landete ich hochzufrieden im Sonnenschein in New Castle (EINC) wo bereits London FIS meinen Verbleib angefragt hatte.

Am Sonntag stand die Airshow in Bray/Dublin auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein wurden von bestimmt 100.000 Iren u.a. die Red Arrows, eine Spitfighter Formation, Eurofighter, etc. bewundert. Ein Waldbrand direkt bei der Veranstaltung, wohl von übereifrigen Grillfans erzeugt, konnte die Stimmung nicht kippen und wurde einfach ignoriert…

Noch am Abend nach der Show ging es per Bus zurück nach Newcastle, und bei ca. 20 knots Seitenwind dann endlich Richtung Athboy (EIMH), um dort auf Mike’s Gruppe zu treffen. Aber am Funk meldete sich anfänglich niemand, und schon im Downwind war mir klar, dass ich am heutigen Tag keinen der Gruppe mehr sehen würde…dafür begrüßten mich die Flugplatzbesitzer Bernhard und Margret auf das herzlichste, zeigten mir alles und luden mich auf das erste Guinness seit min 30 Jahren ein….

Wie sich später herausstellte, war der Aufbruch der Gruppe in Abbeville vom schlechten Wetter geprägt…erst Sonntagabend machte sich die Gruppe Richtung Popham auf und am Montagabend traf man sich dann endlich in Athboy auf ein schönes Wiedersehen mit Mike, Sylvain und Fausto sowie allen anderen Teilnehmern.

Der Dienstag versprach kein gutes Wetter, darum stand ein Besuch von Dublin per Bus an, mit viel Zeit zum eigenen Sightseeing oder Shopping, um sich vor Abfahrt des Busses zum einem gemeinsamen Bier in einem der vielen gemütlichen Pubs zu treffen…

Am Mittwoch klarte dann das Wetter endlich auf…. Mike führte uns entlang der Westküste nach Sligo (EISG) zum Tanken, dann zur Insel Inishmaan (EIIR) wo die RF7 sich einen Outrigger brach, und auf dem anderen Bein dann auch gleich wieder starten musste, um noch rechtzeitig nach Hause (Athboy) zu kommen.

Da der Mittwoch auch nur Regen bringen sollte, wurde eine weitere regionale Sightseeingtour organisiert, derweil der RF7 im Hangar der gebrochene Outrigger wieder angesetzt wurde. Mit Allan besorgte ich mir Gewindeschneider, Kernbohrer und Gewindebolzen im Nachbardorf. Wir hatten am späten Nachmittag alles wieder zusammen, auch wenn der Outrigger 3cm jetzt kürzer war.

Das Wetter spielte dann am Freitag endlich mal mit…zumindest in Irland. Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern Bernhard und Magret, die uns 4 Tage lang mit Frühstück, W-lan, Lunchpaket, Campsite, Dinner (Super Steaks !), Duschen und leckerem Guinness königlich versorgt hatten. Da die RF7 nicht mehr auf Beton landen wollte, wählte ich dann auch den direkteren Weg über die Irische See zum Fly-In nach Saltby, während die Gruppe erst noch zum Refill hoch zur schottischen Grenze flog.

Leider war das Wetter auf der Ostseite nicht das, was der Wetterbericht angekündigt hatte…Südlich Kingston upon Hull war absolut Schluss mit VMC, das Humberside Radar betete mich noch so gerade auf seinen Flughafen herunter (Größe Münster). … Alle Ladebahnen hatten „lights on“ für mich, in strömenden Regen und Finsternis um 3 pm erwartete mich der Zoll…Gerne habe ich die 55 Pfund Landegebühren bezahlt…

Samstag klarte es dann gleich morgens auf…nur schnell los und ab nach Saltby zum Refill. Dann ging es pünktlich per Flugplan direkt nach EDXI, meiner Basis, ohne irgendwelche Wetterstörungen in 3,5h Flug.

Die Gruppe schaffte es auch abends dann auch nach Saltby, am Sonntag war man dann wohl am Kanal…

Ich werde nicht das letzte Mal drüben gewesen sein…UK / Irland ist immer eine Reise wert !

Juli 2016 | Dirk Radewald