Club Fournier International

Hervorgehoben

1987 in Paris gegründet ist der CFI ein Verein, der die Liebhaber von RF-Flugzeugen zusammenführt, ihnen einen Erfahrungsaustausch ermöglicht und eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten bietet. RF steht für René Fournier, geboren 1921 in Tours an der Loire, Konstrukteur und Vater der modernen Motorsegler. Rund 250 Fans sind weltweit CFI-Mitglieder. In Deutschland, wo die meisten RF-Motorsegler beheimatet sind, haben sich etwa 80 Enthusiasten dem CFI Deutschland e.V., von Patrick Faucheron gegründet 1996 und mit Sitz in Speyer, angeschlossen.

Motorsegler werden leider mehr und mehr von Ultraleicht-Flugzeugen (sog. UL´s) verdrängt und Motorsegler finden immer weniger Enthusiasten. Die Ausnahme sind eben RF´s, Motorsegler die nach wie vor gesucht sind und deren Marktwert beständig bleibt.

Todesanzeige

Nach kurzer Krankheit  verstarb unser liebes CFI-Speyer. Er wurde  22 Jahren alt, von herzlosen Entscheidern rücksichtlos  plattgemacht.

-Gegründet am 30 Juli  1995 (Datum Gründungsprotokoll).

-Geboren am 25. Juni 1996  ( Eintragung beim Amstgericht).

-Todesurteil  am 10. Januar 2018 (Datum der Mietvertragskündigung).

-Beerdigung  am  30 März 2018 (Beseitigung der Hangars und Rückgabe des Gelände) an die Betreibergesellschaft bzw. an die Stadt Speyer.

22 Jahre lang wuchs die CFI  als kleine Fliegergemeinschaft auf dem Speyerer Flugplatz.

Mit seinen 3  Fournier Motorseglern und 10 Piloten in Speyer zählt der CFI mit über 80 Mitglieder in ganz Deutschland verteilt. Der Sitz des CFI als Verein war Speyer . Er wurde bis vor wenigen Jahren von seinem Gründer, Patrick Faucheron, mit viel Engagement  entwickelt.

Der CFI war in der Sportfliegerwelt berühmt für seine fliegerischen Unternehmungen. Von hier aus wurden  unzählige Flugreisen in fernen Ländern  für die Mitglieder von ihm organisiert und geleitet.

Diese Flüge waren stets eine Begegnung mit Sportpiloten aus anderen Ländern. Besonders mit Frankreich und Italien pflegte der CFI  sehr enge Kontakte.  Der CFI  war das Beispiel schlechthin  für Völkerannäherung in Europa. Das  war auch der Zweck seiner Vereinssatzung.

Mit dem angeordneten Abriss der 2 kleinen Flughallen ohne  Alternative verliert der CFI  seine  Existenzgrundlage. Speyer  wird um einen kleinen dafür  brillanten Luftsportverein ärmer.

die KATO verstärkt die CFI Flotte

Die  schöne KATO  wurde aus einem langen Schlaf in Unterschüpf  geweckt.Jetzt  gehört  sie  3 junge Piloten aus Aachen, die  sie ins Leben wieder  holen.  Sicherlich  werden die  3 viel Spass damit haben und   die kommenden CFI Events ganz bestimmt  bereichern.

Neues Buch “ Fournier-Flugzeuge“ von Paul Zöller

Dieses Buch behandelt die Entwicklungen von René Fournier und die Betriebe und Unternehmen die am Lizenzbau von Fournier-Flugzeugen beteiligt waren. Den Abschluss des Buches  bildet ein erstmals publiziertes komplettes Verzeichnis der individuellen Geschichte  aller 1000 gebauten Fournier Flugzeuge,

Zum ersten Mal ist  ein Buch über René Fourniers Werk in deutscher Sprache erschienen. Es ist eine reichhaltige Ergänzung zu seinem eigenen Buch “ Mes rêves et mes combats“  (auch in Englisch erhältlich  “ May Dreams and my Aeroplanes“ ).  Es ist  eine Muss-Lektüre  für jeden Besitzer eines RF Flugzeugs und als Geschenk bestens geeignet. Das Buch ist u.a bei  Amazon  für rd. 25 Eur. zu  beziehen.

Patrick Faucheron, Dez. 2017

RF5 B Sperber au Uetesen notgelandet

Update  4 November:  Inzwischen wurde aus den Fliegerkreisen um Uetersen berichtet, dass der Sperber  wegen Spritmangel  rd.  1000  meter  vor der Landung in  Uetersen aussengelandet ist.

Update Januar 2018: Inzwischen wurde der Sperber zerlegt und die braucharen Teile verteilt, da er nicht mehr reparabel war. Nach  inoffiziellen Informationen  waren noch ca. 15 Liter nicht ausfliegbares Benzin in den Flächentanks. Eine mögliche Erklärung: die Verbindnungsschläuche hätten beim Durchgang in den Rumpf einen Bogen nach oben gemacht und damit verhindert, dass die Tanks komplett ausgeflogen werden konnten. Diese Mutmassung  bzw. Erkenntnis sollte jedem Halter  einer  RF5  bzw. RF5B mit Flächentank den Anlass geben, die effektive nicht ausfliegbare Spritmenge selbst zu ermitteln. Manche könnten eine Überraschung  erleben ! Bekanntlich  ist Papier insbesonder  Flughandbücher geduldig !

PF

 

Hier Artikel aus der  lokalen Presse  v. 2.Okt. 2017:

Bei Heist im Kreis Pinneberg ist am Sonntagabend 1 Oktober ein Kleinflugzeug notgelandet. Eine Passagierin wurde nach Angaben der Polizei vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Pilot blieb demnach unverletzt. Der Motorsegler war in einem Maisfeld gelandet. Er wurde schwer beschädigt. Die Schadenshöhe ist noch unklar.
Offenbar Probleme mit dem Motor
Das Paar aus Norderstedt (Kreis Segeberg) war am Nachmittag in Wyk auf Föhr gestartet, um nach einem Kurztrip zum Flugplatz in Heist zurückzukehren. Kurz vor der Ankunft musste der Pilot dann die Notlandung in der Feldmark zwischen Heist und Haselau einleiten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte es Probleme mit dem Motor gegeben.

Soweit  die Hamburger Presse.  Sollten weitere Infos über die  Ursache des “ Motorproblems“ bekannt werden,  werde ich hier  darüber berichten.  Vorab,können wir alle froh sein, dass es den Insassen so gut wie nichjts passiert ist !

Patrick Faucheron

 

Endspurt Cahors = Wo ein Willen ist ……

Es wurde nicht  wie erwartet !  Anstelle der “ fest versprochenen“ Spätsommerwetterlage“ hatte uns der Wettermacher vom Dienst  eine  saftige Kaltfront für das Wochenende  beschert.  Die angekündigte Grosswetterlage war undiskutabel : kein Wetter für den 800 km Flug nach Cahors in Südwest Frankreich.

Am Donnerstag Abend  nach erneuter Prüfung aller verfügbaren  Wettermodellen  kündigte sich doch eine Chance den Hin und Rückflug  zu  schaffen, mit einem  minimalen Restrisiko,  irgendwo hängen zu bleiben.

Letztendlich wagten 2 Mannschaften am Freitag früh loszufliegen, die  F-COPF   aus Speyer und die D-KERY aus Aachen . Trotz kräftigem Gegenwind  bis 60 kmh  kämpften wir uns gegen Südwest bis zunächst  Dijon-Darois, wo wir  fast gleichzeitig  landeten. Der weitere Flug  bis Cahors verlief ruhiger bei guter Sicht immer parallel zu der annähenden  Kaltfront. In Cahors war es fast windstill unter blauen Himmel.

Insgesamt kamen nur 10  RF-Maschinen nach Cahors, die meisten aus dem Alpenraum. Dafür kamen viele Besucher mit dem Auto, teilweise von sehr weit um dieses CFI-Event nicht zu versäumen !

In der Nacht zog die Schlechtwetterfront durch und am Samstag Nachmittag  konnte man schon in der malerischen Altstadt von Cahors bummeln gehen.

Im Restaurant waren immerhin  80 Gäste um René Fournier versammelt, der gedrängt  wurde, einige  seiner lustigen Geschichten zu erzählen !

Der  Rückflug am Sonntag gestaltete  sich zunächst  kritisch wegen der niedrigen Wolkenuntergrenze im westlichen Teil des Zentralmassivs. Ab Vichy  wurde es immer besser  und ab  Dijon  wo wir  wieder  die Tankpause  einlegten  flogen wir heim unter  besten  Bedingungen  unter  netten Cumuli, Thermik, Rückenwind und Sicht bis zum Anschlag. Es war gewonnen !

Es fasziniert mich  jedes Mal festzustellen,  wie viele Fans  zu diesem Jahres CFI Fly-in kommen, ob per Flugzeug oder per Auto. Hauptsache  man ist in der großen Familie  dabei ! Viele Teilnehmer fliegen altersbedingt  schon nicht  mehr , bleiben dem CFI treu und  wollen dabei sein ! Eben eine  andere Mentalität !

Patrick  Faucheron  13.9.2917

 

 

Fly-in CFI Frankreich Cahors 9-10 September 2017

Wie  jedes Jahr  findet  das Treffen des  französischen  CFI am 2. Septemberwochenende  (9-10  September) in Cahors  (LFCC) statt.  Cahors  liegt in der  Region  Quercy, eine wunderschöne Gegend  80 km nördlich von Toulouse.

 

 

 

 

 

 

Der Flug übers Elsass , Burgund  und Zentralmassiv ist Genuss pur  . Erfahrungsgemäß  hat man um diese Zeit eine stabile  Schönwetterlage !  Es lohnt sich den Ausflug  einzuplanen.   Von Speyer beträgt die  Flugzeit 4,5  bis 5 Stunden. Hinflug ab Freitag mittag wird  empfholen. Oben ein Bild des  CFI Treffen in September  2012.  Ich habe  geplant nach  Cahors zu fliegen. Wer Lust hat kann sich gerne anschließen.

Anmeldung bei mir oder  Michel Leblanc <michel.leblanc3 –at-wanadoo.fr>Euer  Patrick Faucheron           mob.  01577 1848131        p.faucheron-at-web.de

 

Deutschland-Tour (22-30 Juli 2017)

Bilanz  der  Tour  3.8.2017

Die Deutschland-Tour ist beendet. Alle Teilnehmer sind  glücklich wieder zu Hause.Es ist kaum zu glauben aber wenn es nach den Wetterberichten und  Vorhersagen  für die ganze Woche gegangen  wäre, wäre diese Flugreise gar nicht möglich gewesen ! Und Doch ! Man  wird es nicht möglich halten, aber haben  13  Crews bis zu 2  kleinen Änderungen  alle Strecken voll  im Zeitplan und unter besten Sichtwetterbedingungen „abgearbeitet“!

Nur kurz  (20 km)  vor Strausberg bei Berlin musste  der Verband  abdrehen und nach Oehna ausweichen und die Etappe Wyk auf Föhr wurde wegen  aufkommenden Sturm gecancelt . Dafür  sind wir nach Münster im Süden nach der Besichtigung von  Hamburg (Hafenrundfahrt) ausgewichen. Dafür  konnten wir  die Altstadt von Münster ausgiebig genießen. Das war ein guter Tausch!

Insgesamt  war diese CFI Tour abwechslungeich und ausgeglichen. Speziell für unsere  ausländischen Freunde war es ein Erlebnis  in der kurzen Zeit  die ganze Republik  vom oben zu entdecken und  die 4 grössten Städte, München, Dresden, Berlin und Hamburg zu beschnuppern.

PF   3.8.2917

——————————————————————————————————————–Die Vorbereitungen für die Deutschlandtour sind soweit fertig. Es werden ab dem 22.. Juli 17 RF Motorsegler aus 5 Ländern ( D, F, I, NL und B) rund um Deutschland zusammenfliegen. Abschluss der Tour wird am Wochenende 29-30 Juli in Siegerland sein, wo alle CFI Mitglieder und RF eingeladen sind.
Das Flugprogramm sieht foglende Etappen vor.

Freitag  21.7=  zusammentreffen (Ausländer) in Hockenheim EDFX

Samstag 22.7= LFSH / Sternflug  nach Schleissheim  EDNX   280km    Nachmittag / Abend : München.

 

Sonntag  23.7 : Vormittag : Deutsches Museum Flugwerft Schleißheim.

Sonntag Nachmittag: Flug nach  Pirna EDAR  (Dresden) 350 km .

Montag 24.7 = Dresden

Dienstag 25.7 = Strausberg (Berlin) EDAY 180 km

Straußberg hat wegen des Wetters leider nicht geklappt. Dafür ist die Mannschaft heil in Oehna gelandet.

Mittwoch 26.7 = Tag in Berlin

Donnerstag  27.7=  EDAY / Pennemünde (EDCP) 175 km dann Stralsund (EDBV) 50 km

 

Freitag 28.7= Küstenflug  bis Uetersen  EDHE (Hamburg) =  250  km .

Hafenrundfahrt Hamburg

 

Dann  EDHE – Wyk auf Föhr ( EDXY)  150 km   . (gecancelt wegen Wetter – Alternate nach  Münster EDLT.)

Samstag 29.7 =   Wyk  –  Siegerland EDGS 450 km  – CFI DE Jahrestreff bei  LSV Hellerthal.

CFI Fly-In in Siegerland

Sonntag  30.7 = Heimflug

Patrick Faucheron 3.7.2017

CFI Flug nach Sardinien: 24.–28.Mai

14 RF-Besatzungen (8D, 5F und 1It) haben an diesem ersten CFI Ausflug des Jahres teilgenommen. Treffpunkt der Teilnehmer war Bremgarten (EDTG) bei bestem Wetter, um dann gemeinsam entlang der Schweitzer Grenze über Grenoble nach Gap in den Alpen weiter zu fliegen. In Gap befindet sich die ideale Infrastruktur für eine Übernachtung. Nach einem 20-Minutenmarsch ist man im Ort Tallard, wo die Gruppe in der „Pizzeria du Chateau“ sich zusammen gefunden hat.

Donnerstag 25.5.

(Christi Himmelfahrt): Italien hat wegen dem G7 Treffen in Taormina die Grenzen geschlossen und wir müssen über einen Zollflugplatz einreisen. Von Gap starten wir gen Osten, passieren die Alpen am Col de Larche in 7000ft und sinken langsam auf der italienischen Seite mit Südkurs über die Apenninen nach Albenga an der Küste, dem „Airport of entry“, herunter.

In Albenga gibt es keinen Taxiway parallel zu dem 1400m langen Runway und der Afiseur (Tower Mensch) weist uns an, gleich auf die Bahn zum Vorfeld zurück zu rollen („backtrack“), eine Aufforderung die wir nicht befolgen können, weil die Flugzeuge alle hintereinander im Endteil sind. Nach dem Ausrollen verlassen wir alle die Bahn auf eine „gesperrte“ Intersection und warten bis die restlichen Maschinen am Boden sind. „Not amused“ kündigt uns der Tower-„Unmensch“ an, einen „Rapport“ zu schreiben(???). Das Intermezzo in Albenga kostet uns über eine Stunde, 22 Euro „Begrüßungsgebühr“, um unsere Pässe zu zeigen, bevor wir weiterreisen können. Wir setzen dann den Flug an der Küste entlang fort. Nachdem „Genua-Tower“ uns erlaubt an der, im Meer gebauten Landebahn vorbei zu fliegen. Später müssen wir  die „P-Zonen“ von La Spezzia im Inland umfliegen. Dies bringt uns Nahe an die eindrucksvollen Steinbrüche von Carrara, wo seit Jahrtausenden weißer Marmor abgebaut wird. Kurz später erreichen wir Lucca. Fausto aus Bozen erwartet uns schon. Nach dem Tanken geht es weiter über Elba mit anschließendem Kurs auf Korsika, noch 60 km entfernt. Die Wetterlage ist fantastisch, mit Sicht bis nach Ibiza und kein Wind; Alles Paletti.

Ab Bastia geht es herunter an der Ostküste Korsikas weiter. Wir passieren die Airbase von Solenzara (-heute ist Feiertag und es gibt keinen Krieg), bevor wir Bonifaccio an der Südspitze erreichen. Wir überspringen die 15 km Meeresenge und sind in Sardinien. Noch weitere 70 km gen S/W und wir erreichen unser Ziel Platamona, eine Aero Superficia, also ein UL Flugplatz ein paar km von Porto Torres entfernt. Nach einigen Vollkreisen erkennen wir die Bahn am kleinen, rot-weißen Hangar. Die Landung auf dieser kurzen und schmalen Bahn ist anspruchsvoll, weil wir von der Sonne in die Augen geblendet werden. Alle kommen heil runter, bis auf ein kleines, kaputtes Stützbein.

Die Franzosen entscheiden sich fürs Camping trotz rudimentären Bedingungen. Die anderen fahren mit dem Taxi ins Hotel Elisa, direkt an der Marina von Porto Torres und genießen ein gutes Abendessen in der Pizzeria Garibaldi, angeblich die beste von ganz Sardinien.

Freitag 26.5.

Heute ist ein Rundflug der Insel geplant, mit einer Pause auf dem Flugplatz von Parteolla, 15 km nördlich von Cagliari entfernt. Nach dem Abflug stechen wir mit Westkurs zum Meer und fliegen über Alghera nach Süden an der Küste entlang, bis Oristano (LIER). Ab Hier müssen wir die Küste wegen Militäraktivitäten verlassen und nehmen Direktkurs auf Parteolla. Dort wird vorwiegend Fallschirm gesprungen. Die 750m Bahn ist viel angenehmer als Platamona. Am Clubheim wartet ein tolles italienisches Essen auf uns. Es ist angenehm warm.

Nach einer längeren Pause auf den Liegestühlen starten wir wieder. Diesmal Richtung Ostküste und überfliegen zuerst ein karges, menschenleeres Berggebiet, bevor wir die Küste bei Tortoli (Arbatax) wieder erreichen.

Die Küste ist extrem steil mit hohen Klippen. Das Meer ist wunderschön Smaragd-blau gefärbt, daher der Name Costa Smeralga oder Smaragd-Küste.

Im Norden angekommen überfliegen zuerst die Avia Superfica von San Teodoro, eine bekannte UL-Basis und bekommen dann eine Freigabe für den Überflug von Olbia (LIEO), ein Flughafen mit intensiven Charterbetrieb.

Wir runden dann die Nordspitze Sardinien um, bebaut mit prachtvollen Villen und Marinas, da wo die schönen und reichen lieber unter sich bleiben. -Ich dachte mir –jaja- Italien was für ein armes Land am Rande der Pleite, mit so vielen armen Menschen. Dies könnte einem leidtun!

Wir passieren wieder den Capo Testo gegenüber Bonifaccio und fliegen das letzte Stück wie gestern bis Platamona, wo wir diesmal mit der Sonne im Rücken landen.

Wie gestern fahren wir mit den Taxis zum Hotel Elisa und genießen den Abend an der Terrasse unseres „Stammlokales“ Garibadi.

Samstag 27.5.

Heute wollen wir den Heimflug antreten. Die 4 Franzosen wollen direkt über Korsika über das Große Meer bis Cannes und  tarten als erste. Die deutsche Gruppe will über Elba nach Montagnana in Norditalien, wo eine Übernachtung eingeplant ist. 6 Maschinen starten zuerst jedoch 4 bleiben hinterher um kleine technische Probleme zu lösen. Wie beim Hinflug ist die Großwetterlage ideal, mitten in einem riesen Hochdruckgebiet. Die letzten 4 erreichen Lucca, als die ersten 6 wieder starten.

Nach dem Tanken und einer Erfrischungspause macht nach dem Anlassen der Zündmagnet einer RF4 wieder Probleme und der Motor kommt nicht auf Touren. Zum Glück hat die Maschine eine elektrische Zweitzündung und die Gruppe startet. Allerdings nicht nach Montagnana zu der anderen, sondern nach Envie, westlich von Turin zu unserem Freund Eugenio, weil wir bei Ihm den Zündmagnet reparieren können. Es folgt wieder ein 2 Stunden Küstenflug. Aber diesmal müssen wir Genua weit ins Meer umfliegen, nicht wegen Trump und Co. sondern wegen des Heiligen-Vaters zu Besuch in Genua.

Wir überfliegen die Apenninen wieder, diesmal bei schlechter Sicht und erreichen Eugenios Farm und Airbase, einem Acker der den anderen so ähnelt, dass wir nicht erkennen, welche Wiese die richtige Landebahn ist. Nach mehreren Anläufen peilen wir schließlich die richtige Wiese an und landen.

Es ist unser erster Besuch in seinem berühmten Bauernhof, mit zugelassenem LTB zugleich. Eugenio zeigt uns die „ Zimmer“ die bestimmt seit 200 Jahren nicht renoviert wurden. Dirk und Rene schlafen lieber draußen im Zelt.

Eugenio bereitet ein formidables Essen vor. Leider war weder Bier noch Wein da; dafür genug Prosecco im Schrank, die keiner trinken will – behauptet er. Wir sind nicht so wählerisch und entsorgen das süße Getränk!

Sonntag 28.5.

Eugenio hat schon für uns Kaffee gekocht und schraubt an einer Cessna. Werkzeug-Rollwagen und Hebekran stehen schon bereit. Cheesy und ich legen los und 1 Stunde später hängt der Motor am Kran. Der Fehler im Zündmagnet ist schnell ermittelt und beseitigt. Um 12.00 ist die Reparatur beendet und der Motor der RF4 läuft wieder normal.

Um 14.00 starten wir mit Ziel Kempten. Wir fliegen östlich von Turin bis zum Lago Majore, umfliegen die Milano-CTR im Norden bis Como. Dann fängt der Steigflug entlang des Como Sees bis zum 7000ft hohen Passo Monte Spluga und es geht bergab durch die Schweiz bis Chur, ein Stück Österreich streifend, bis Bregenz, wo der Rhein in den Bodensee mündet.

Nach 2,5 h sind wir in Kempten. Es war eine schöne und gemütliche Alpenüberquerung ohne lästigen und überflüssigen Funkverkehr!

1,5h später sind wir wieder in Speyer, wohl erhalten.

5 Tage, 22 Flugstunden, 3300 km und das alles bei einem Kaiserwetter! Wir waren alle einfach glücklich, dass alles so gut geklappt hat.

Zum Schluss einen großen Dank an unsere italienischen Freunde: Fausto, der den Flug nach Sardinien arrangiert hatte, da ohne ihn dieser Flug gar nicht möglich gewesen wäre. Und großen Dank an Eugenio, den wir regelrecht überfallen hatten und uns trotzdem so nett empfangen hatte.

So was geht doch nur im CFI!

Patrick Faucheron

14.06.2017

Treffen in Bremgarten

Ankunft in Gap

Flugzeug Check in Gap

Parking in Platamona

Costa Smeralda